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Ein Elefant für Dich

EIN ELEFANT FÜR DICH

Ich seh uns beide, du bist längst zu schwer
Für meine Arme, aber ich geb dich nicht her
Ich weiß, deine Monster sind genau wie meine
und mit denen bleibt man besser nicht alleine
Ich weiß, ich weiß, ich weiß und frage nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich

Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich
Ich trag dich Meilen weiter
Übers Land
Und ich

trag dich so weit wie ich kann
Ich trag dich so weit wie ich kann
Und am Ende des Wegs, wenn ich muss
trage ich dich
trag ich dich über den Fluss

Einer der nicht sollte, weint am Telefon
Und eine die nicht wollte, weint und weiß es schon
Deine Beine tragen dich nicht wie sie sollten
So oft gehen die, die noch nicht weg gehen wollten
Ich weiß, ich weiß und ich ertrag es nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich

Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich

Heilung

Wenn uns jemand verletzt, sind wir getroffen.

Wenn uns jemand verletzt, sind wir klein, beschämt, traurig, wütend und auch oftmals beleidigt.

Wenn uns jemand hintergeht, wenn wir nicht beschützt wurden, gedemütigt wurden oder verhöhnt, ziehen wir uns zurück.

Wir ziehen uns zurück, weil wir Ruhe benötigen, weil wir die Verletzung heilen möchten oder sie verbergen wollen.

Manchmal können wir weinen, manchmal können wir verarbeiten und manchmal lässt uns das Leben keine Zeit.

Manchmal lässt uns das Leben keine Zeit, um klein zu sein, um trauern zu können, um das Geschehene heilsam anzuschauen.

Es lässt uns keine Zeit, weil wir stark sein wollen, stark sein müssen.

Für uns – und für andere.

Manchmal überlagern wir Gefühle – ertränken wir Gefühle, überdecken sie mit Make up, mit Arbeit,  mit Anerkennung oder Kälte.

Kälte und Abweisung.

Wir lassen andere nicht an uns heran, lassen die Liebe nicht zu uns heran.

Wir haben gelernt, dass Gefühle weh tun können, so lasse ich sie gar nicht erst zu.

Genau – Mauer drum – und gut.

Doch wir belügen uns selbst, wenn wir glauben, die Verletzungen so loszuwerden.

Tropfen auf Tropfen kommt immer mehr hinzu.

Tropfen auf Tropfen – bis wir die Verletzungen körperlich bemerken.

Stiche im Herzen, Probleme in der Verdauung, Rücken, Galle – es gibt so vieles, das in uns spricht.

Und wir sind beleidigt – strafen mit Mißachtung, mit Ignoranz oder schlechten Worten.

Doch mein Lieber, meine Liebe – im Grunde bestrafst Du Dich selbst.

Ich bestrafe mich selbst.

Ich mache mich klein.

Ich mache mich unnahbar, ungeliebt, ich beleidige mich selbst.

Indem ich mich nicht wert schätze.

Und es heile.

Wenn ich heile – dann kann ich vergeben.

Nicht vergessen…

Ich kann es annehmen, so wie es ist.

Dann sehe ich die Kleine in mir, erkenne mich, erkenne Dich – und dass Du genau so verletzt bist, wie ich…

So frage Dich gerade heute – wo hadere ich immer noch, verletzte immer noch, weine immer noch – weil es MIR schwer fällt loszulassen…es gut sein zu lassen?

Wo bin ich noch nicht heil – um ES zu heilen…

Frag Dich.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderbares Wochenende

Eure Bettina