Archiv der Kategorie: Bettina Tepasse

Empathie

Gerade unterhielt ich mich noch eine Weile mit meiner schwangeren Kundin, die zur Massage bei mir war.

Unser Thema – natürlich die Geburt, der Umgang mit den Dingen und Situationen, die uns dort begegnen.

Wir unterhielten uns über die großen Geschwister, wie sie die Zeit erleben, wie ihr erster Start ins Leben war.

Das sind Themen, die Schwangere, die Mütter und Frauen mit Familie beschäftigen.

Ja, wenn eine Familie wächst, sind unsere Gedanken natürlich auch bei all den anderen Familienmitgliedern.

Neben unserem Leben finden nebenbei ganz viele Prozesse statt.

Und je größer die Kids werden, umso größer die Familie wird, umso mehr Themen begegnen uns.

Gesundheitsthemen, Kindergarten, Erziehung – dann der erste Liebeskummer.

Freundinnen, Nachbarn, Bekannte und Themen rund um die Welt.

Schicksalsschläge, Streitigkeiten und Freudentränen.

Ja das ist Leben.

Wir haben einen Haushalt, eine Wohnung, vielleicht ein Haus, wir haben unseren Job, unsere Eltern, unsere Großeltern.

Wir haben Träume, Verpflichtungen, Probleme, Sorgen und Kummer…

Jeder auf seine Weise.

Ja – und auch wenn wir vielleicht alleine leben, Single sind, oder als junges oder auch reifes Paar zusammenleben.

Jeder hat seine persönliche „Sorgenkiste“.

Vielleicht wiegen die Themen anders…vielleicht dreht es sich bei dem einen mehr um das Auskommen, um den Job, um das Liebesleben.

Vielleicht dreht es sich um die Entwicklung, den persönlichen Prozess jedes einzelnen.

Doch eines ist gleich – wir alle fühlen.

Wir alle erleben und fühlen unseren Moment.

Und wie oft machen wir uns eigentlich Gedanken darüber, wie sich gerade jemand anderer fühlt?

Machst Du Dir regelmäßig Gedanken darüber, was Dein Verhalten beim anderen auslöst?

Sind wir eigentlich in der Lage uns in andere Seelen hinein zu versetzen?

Können wir Mütter uns z.B.in jemanden hinein versetzen, der zurzeit alleine ist – ohne Kinder?

Ohne Partner?

Ja, wir waren auch einmal Single – doch das ist vielleicht etwas länger her.

Können wir nachempfinden, wie sich jemand fühlt, der alleine ist?

Und auf der anderen Seite:

Können sich Singles wirklich vorstellen, was es bedeutet Vater zu sein, Mutter zu sein?

Können wir uns als Heterosexueller vorstellen, homosexuell zu sein – und was es bedeutet dort ganz frei seine Gefühle leben zu können?

Sind wir in der Lage uns in einen Menschen hinein zu versetzen, der missbraucht wurde, der vor dem Krieg flüchten musste?

Können wir uns in unsere Großeltern, oder auch Eltern hineinversetzen, die den Krieg noch am eigenen Leib erfahren haben?

Wir können versuchen uns in jemanden hinein zu denken-aber ich mag behaupten, dass uns wirklich, – wirklich erst die Menschen verstehen, die Ähnliches erlebt haben.

Wir fühlen uns verstanden, weil jemand weiß wie es sich anfühlt, wir fühlen uns sicher, weil unser Gegenüber genau das Gleiche erlebt hat.

Wir fühlen uns verstanden. Ohne Worte, ohne Erklärung – einfach so…

Natürlich sind wir alle Unikate – und Gott sei Dank ist das so.

Wir Menschen sind verschieden, jeder für sich, mit seinen Prägungen und Gedanken.

Und doch möchten wir auch vom anderen verstanden werden, oder?

Oder wenigstens ein wenig Offenheit erfahren, für das was mich beschäftigt.

Für das, was uns manchmal auch Fehler machen lässt.

Für das, was uns manchmal bis zum heutigen Tag verwundbar macht.

Vielleicht magst Du gemeinsam mit mir in den kommenden Tagen ein Experiment ausprobieren.

Wenn Dir in den nächsten Tagen jemand begegnet, der Dir absolut anders erscheint, unterhalte Dich mit ihm.

Betrachte Dein gegenüber, frag Dich, wie es ihm, oder ihr gerade geht.

Kein großes Interview oder Stalking Deluxe 😉

Achte auf Kleinigkeiten, auf Gesten, auf Ausdrücke – und nimm Dir einen Augenblick Zeit.

Versuche so viele Eindrücke wie möglich zu erhalten.

Frage Dich, wie würde es mir in diesem Moment gehen. Wie mag es meinem Gegenüber in Situation XY gegangen sein?

Frag Dich, was hat er oder sie erlebt?

Wie würde es mir mit diesen Erlebnissen gehen?

Weißt Du Empathie hilft…

Es hilft Dir – und dem anderen.

In diesem Sinne Euch eine wunderbare Vorweihnachtszeit.

Eure Bettina

E Ala E – wach auf – lebe das Leben

Guten Morgen – E Ala E – wache auf – lebe das Leben  heute mit kleinen Impressionen von unserem Heilweisen Seminar am Samstag. So sieht es z.B. aus, wenn wir uns unsere verdiente Pause gönnen 😉


Ein spannender und schöner Tag. Eines bemerken wir immer wieder…die Gruppen finden sich, so wie wir uns ergänzen, so wie wir voneinander lernen und gemeinsam wachsen können. Gemeinsam lernen, üben,das innere Licht entzünden und den Weg der Heilung gehen. Walk in the way with beauty …

das Leben ist ein Süßwarenladen

“Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: wo kämen wir hin? und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.”

Ich liebe neue Impulse – und ich habe gelernt, daß das was mir begegnet IMMER einen Teil in mir anspricht.

Das kann Kritik sein, ein Lob, ein Vorwurf und eine neue Begegnung.

All das sind Hinweise und Gabelungen auf meinen Weg.

So – kann ich einmal ganz offen sein, für das, was ich noch nicht ausprobiert habe…denn getreu dem Motto; Was ich nicht kenne – esse ich nicht, kommen wir irgendwie nicht wirklich über den Tellerrand hinaus, oder?

Wenn wir neugierig, offen und unvoreingenommen auf Themen und Menschen zugehen bleibt unser Leben spannend.

Wenn wir immer nur diejenigen sind, die reden, erfahren wir nichts Neues.

Immer dann, wenn es einen Impuls von außen gibt – freue Dich!

Mach einen Schritt darauf zu, höre zu – und dann entscheide, ob es etwas für Dich ist.

Manchmal tut es gut, etwas anders zu machen, Varianten zu erleben und ja, ok auch Reinfälle mit abzuhaken – so — shit happens…und schlimmstenfalls wird es eine Erfahrung.

Trau Dich, falls Dir aktuell etwas Neues begegnet, jemand Neues begegnet, bleib offen, interessiert, führe ein Gespräch oder probiere etwas aus.

Das Leben ist ein Süßwarenladen…erkunde es!

Adomos sagte einst:

Nur wenn das, was ist, veränderbar ist, ist das was ist, nicht alles gewesen

Vielleicht entsteht ein neuer Weg – wer weiß?

The Connection

Heute darf ich mit euch, eine Erfahrung aus meiner Arbeit teilen – diese Begegnung hat mich sehr berührt und ich fragte meine Klientin, ob ich diese Erfahrung veröffentlichen dürfe – denn auch für mich ist immer ein weiterer Schritt und ein Erkennen dabei. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte.

Und jede Begegnung lässt uns wachsen.

Ich empfinde es als wichtig und gut, Erfahrungen zu teilen, die uns alle betreffen, denn jeder von uns hat schon in irgendeiner Form einen geliebten Menschen verloren.

Jeder von uns hat schon Krisenzeiten durchlebt und Höhen und Tiefen durchstanden.

Wir alle fühlen uns besser, wenn wir erkennen, dass wir mit unserem Schmerz und dem was wir erleben nicht alleine sind.

Nun- es war gestern als mich meine Klientin aufsuchte.

Sie hatte ein Thema mitgebracht, welches sich in vielen Lebensbereichen zeigte.

Schon vor dem Sommer konnten wir Erleichterung in einem anderen Bereich schaffen.

Doch aktuell fühlte sie sich nicht gut und kam zu mir, um diese Blockade zu bearbeiten.

Wir setzten uns und besprachen ihre Gedanken und das, was ihr in den letzten Wochen begegnet war.

Wenn ich mit Energien arbeite, ist es wichtig das Gefühl hinter dem Thema zu erkennen und daraufhin zeigt sich dann die Arbeitsweise.

Ich wusste, wir würden mit einer Anwendung arbeiten, um den Akku wieder aufzuladen – doch da war noch etwas anderes…Es zeigte sich der Impuls einer Einzelaufstellung.

Kurzerhand begannen wir und schon bald  zeigte sich, dass ein, vor zwanzig Jahren, verstorbener Freund zu diesem Thema gehörte.

Fast ungläubig, über ihre Wahrnehmung zu dem Thema, stimmte die Dame zu einer Seelenreise zu und ich stellte, gemeinsam mit ihr, den Kontakt zu ihrem damaligen Freund her.

Aufgeregt machten wir uns auf den Weg in eine andere Ebene.

Eine tiefe bewusste Atmung und der sehnliche Wunsch, diesen alten Schmerz zu lösen, begleitete unseren Weg.

Ganz leicht und in ihrem Tempo, führte uns der Augenblick in den Kontakt.

Unsere Reise führte uns In die Verbindung.

Es war soweit -Sie traf ihren Freund auf einer Ebene, die es zuließ sich in einer anderen Form wieder zu begegnen.

Was folgte, waren klare Bilder, klare Blicke und Worte.

Minutenlang hatten die beiden die Möglichkeit sich zu spüren, sich das zu zeigen und zu sagen, was noch so wichtig war, das, was bisher immer noch im Herzen, aber niemals ausgesprochen werden konnte.

Schuldgefühle, Trauer und die Erinnerung an den Tod, ohne Abschied waren nicht mehr wichtig.

Jetzt und hier, zeigte sich, dass er absolut mit ihrem Leben verbunden war und sie aufforderte endlich den nächsten Schritt zu wagen, das Leben zu leben.

Denn schließlich wäre er immer bei ihr.

Weißt Du…

Der Tod ist eine Illusion.

Die Liebe stirbt nie.

Danke für diesen Moment