Archiv der Kategorie: Impulse

Ich bin bei mir


Geht es Dir manchmal auch so?
Du hast eigentlich genug geschlafen, Dich nicht überanstrengt – es gab gar nichts Besonderes, und doch fühlst Du dich fahrig, nicht wirklich anwesend, wie im Traum.

Die Welt ist schnell geworden – höher, schneller, weiter…
Bleib bloss nicht stehen – sonst wirst Du überholt…
Sei bloss nicht empathisch – dann bist Du verletzlich…
Du musst noch diese Ausbildung machen, diesen Titel tragen…
Sei nicht dies, sei nicht das…
Und eigentlich muss da noch viel mehr kommen…
Sei Du selbst – aber doch nicht so…
Professionell sollst Du sein…
ach – ja?

Wir Menschen sitzen mittlerweile fast minütlich am Handy, zu Hause, als Beifahrer, bei der Arbeit und unterwegs.
Wir fahren in “Blechkisten” herum und nutzen WLAN …
Wir sitzen vor dem PC und abends am TV …
Zwischendurch,- im Laufen, wird gegessen, gechattet, und fotografiert.
Mails werden gecheckt und gesendet und anschließend darauf gewartet, dass der andere sich meldet …
Selbst beim Spaziergang ist das Netz dabei …
Ich bin da nicht anders 😉

Doch wenn Du das Gefühl hast, nicht wirklich da zu sein.
Wenn Du das Gefühl hast, nicht richtig wach zu werden –
leg für eine Zeit Dein Handy an die Seite.
Geh raus in die Natur, am Liebsten barfuss …

Gehe ganz bewusst Schritt für Schritt und setzte Dich zwischendurch mal hin und betrachte die Natur und die Umwelt.
Nimm die Geräusche wahr, nimm den Wind wahr, die Sonne und auch die Tiere, die Du entdeckst.
Setzte beim Laufen die Füße bewusst auf und wenn Du magst kralle Deine Zehen in das Gras und löse die Bewegung … mache das im Wechsel ganz bewusst …

Wenn Du zu Hause bist und nicht die Möglichkeit eines spontanen Spazierganges – nimm eine Handvoll handelsübliches Salz mit in die Dusche und reibe Dich während des Duschbades damit ab.
Stelle Dir beim Abspülen des Salzes vor, dass all Deine sorgenvollen Gedanken aus der vergangenen Zeit einfach mit in den Abfluss fließen …

Ein Wechselbad aus warmen und kaltem Wasser lässt ich wieder ganz im Leben ankommen 🙂

Motto des Tages:
ich bin bei mir
ich bin ich
ich bin da

Hab einen schönen Tag!

Familienaufstellung – Wo genau liegt der Wirkungsbereich?

Oftmals ist es so, da haben wir das Gefühl, dass uns Themen begegnen, die sich wiederholen …

Wir arbeiten an uns, entwickeln uns, bilden uns weiter, üben Entspannungsbereiche aktiv aus und treiben Sport. Ja, wir sind erwachsen und stehen unseren Mann, stehen unsere Frau. Und trotzdem gibt es Dinge, die sich immer wieder schwer anfühlen.

Es treten Beschwerden auf, obwohl wir schon so viel machen, es treten alte Muster auf, obwohl wir Gespräche führen, Altes bearbeiten und im Grunde wissen woher es kommt.

Familienaufstellungen arbeiten mit den Wurzeln und an den Wurzeln.
Wenn wir mit Bedacht und Ruhe unsere Ahnenreihe zurückverfolgen und schauen welche Schicksale hinter jedem einzelnen stehen, werden wir erkennen, dass sich viele Symptome, viele Angewohnheiten, Schmerzen und Schicksale wiederholen – auch in uns …

Frühe Todesfälle, Fehlgeburten, Alkoholkrankheiten, Trennungen und nicht zuletzt das mangelnde Selbstwertgefühl.
Familienangehörige, die es schwer hatten, vertrieben worden sind, sogar abgegeben worden sind …
Menschen, die Kriege erleben mussten und Hunger.

Unbewusst tragen wir hier und da bestimmte Muster in uns, unbemerkt tragen wir manchmal das Schicksal anderer, die ihre Themen damals nicht lösen konnten.
Durch Glaubenssätze, durch Weitergabe bestimmter Handlungen, durch das Weitergeben von „Dingen, die man so macht“ erfüllen wir genau die Prägung, die schon unseren Ahnen gelebt haben.

Oftmals übernehmen wir als Kinder, die Last der Eltern, die sich z.B. scheiden lassen möchten, wir sehen das Leid und möchten doch als Kind eine intakte Familie haben, wir möchten, dass es ihnen gut geht, wir möchten, dass es uns gut geht, dass wir geliebt werden – und nehmen- unbewusst den Rucksack des Leids auf unsere Schulter.
Innerlich tragen wir – aus Liebe.

Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit der Thematik des Aufstellens und durften jedes Mal so wunderbare Lösungen erkennen.

Wir kombinieren verschiedenste Arten der Aufstellung, zum Einen die freie, systemische Aufstellungsarbeit, die schamanische Elemente beinhaltet, therapeutische Lösungssätze und vor allen Dingen das intuitive Arbeiten.
Wir nutzen das Medium Musik und stellen in den meisten Fällen verdeckt auf, d.h. dass Sie ihr Thema nicht vor der gesamten Gruppe erläutern müssen, sondern diskret mit uns als Aufstellungsleiter alles in Ruhe besprechen, bevor wir gemeinsam in der Gruppenarbeit arbeiten.

Lösungen erfahren, Leichtigkeit erleben und Erkenntnisse schaffen, genau das beschreibt unsere Aufstellungsarbeit.

Bettina und Michael Tepasse
Wellness für die Seele
Bocholt

Bevorstehende Aufstellungstermine:

Man sieht nur mit dem Herzen gut

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
– Antoine de Saint-Exupéry

Gestern Abend sah ich mir einen Bericht mit Ilka Bessin an.
Ilka, eher bekannt als Ulknudel Cindy Marzahn – die sie seit einiger Zeit nicht mehr verkörpert.
Aus gutem Grund.
Ilka Bessin war selbst jahrelang arbeitslos und bezog Hartz IV – nicht weil sie zu faul, zu ungebildet, zu schlecht war, sondern weil die Situationen schlecht zusammenspielten, die Jobangebote nicht zu Ihrer Ausbildung passten und sie sich letztendlich durch ihr mangelndes Selbstbewusstsein zurückzog.
Ein Kreislauf, der schneller da war, als sie jemals gedacht hätte…
Wir kannten sie bisher nur als erfolgreiche Comedyfrau.
Doch diese Rolle mochte sie nicht mehr belegen, weil es einfach ganz viel mit ihrem vorherigen Weg zu tun hatte. Sie wollte keine Witze mehr reißen, die ihr damaliges Leben beschrieben.
Hättet Ihr es gewusst?

Frau Bessin machte sich in dem Bericht auf die Suche nach Obdachlosen in Berlin, sie wollte mehr erfahren über die Schicksale hinter den Menschen, die sich nachts mit Pappkartons zudecken und zwischen Drogendealern und Polizeistreifen schlafen, die sie immer wieder auffordern, den Schlafplatz zu räumen.

Welche Menschen stecken hinter diesen „Schnorrern“, wie wir sie gerne bezeichnen?
Was ist passiert, dass es so weit kommen musste?
Und warum greifen dort nicht so viele Hilfen, wie sie eigentlich benötigt werden?

Mich hat dieser Bericht berührt und gezeigt, dass durch mangelndes Hinsehen, durch mangelnde Empathie Schicksale in tiefe Täler geschubst werden können.
Wenn es soweit ist, erhält ein Mensch sofort den Stempel des Taugenichts, des Stadtstreichers, des Nichtsnutzes…
Nicht mal einen Blick schenken wir diesen Menschen auf der Straße, geschweige denn ein Lächeln – und ich darf sagen – damit hat sie Recht.

Mir geht es oft genauso…
Und wir leben schon in einer Kleinstadtidylle und haben „sichtbar“ wenige Fälle.
Wie die reellen Zahlen aussehen kann ich nicht beurteilen – doch es gibt sicherlich Dunkelziffern.

Doch auch ich senke den Blick und möchte so schnell wie möglich an einem Bettelnden vorbei, oder?
Irgendwie beschämt es uns, nicht wahr?
Manchmal gebe ich mir einen Ruck und schmeiße etwas in den Topf oder kaufe ein Brötchen um zu gewährleisten, dass derjenige sich keinen Alkohol dafür kauft…meine Gedanken sind oftmals „Schubladenhaft“…

Warum fällt es uns so schwer?
Warum sortieren wir Menschen direkt ein?
gut – schlecht – reich – arm – erfolgreich – gebildet – abgehoben – Nörgler – Besserwisser – Kontrolleure – Weicheier-

Selbst im Arbeitsbereich sortieren wir fleißig weiter.
Wir haben ein Bild, wir haben unseren Auftrag, unser Ziel und dann gehen wir voran…

Manchmal sind wir vor lauter Schubladen so blind, dass wir Menschen überhaupt nicht wahrnehmen, nicht wirklich sehen – und selbst wenn wir ein Gespräch führen, was im Grunde Lösungen bringen darf – haben wir oftmals Schwierigkeiten Neues und neue Sichtweisen zuzulassen.
Weil WIR uns ein Bild gemacht haben…

Ja, wir sind uns oft so sicher Menschen zu kennen, Menschen und Dinge zu bewerten, dass wir den innersten Kern nicht mehr wahrnehmen.
Wir lassen uns von Titeln, Ausbildungen, Vereinen und Bereichen lenken, wir betrachten die Kleidung, die Frisur, die Hautfarbe, sexuelle Gesinnung und die Herkunft.

Für weitere – tiefere -Blicke fehlt uns die Muße…

Und im Grunde, im Grunde möchten wir doch auch als den Menschen angesehen werden, der wir sind, nicht wahr?
Wir möchten akzeptiert werden, mit allen Bereichen, mit allen Dingen, die uns wichtig sind und am Herzen liegen.
Jeder hat seine eigene Geschichte, seine eigene Prägung und es gibt immer eine Geschichte hinter dem Bild.

Vielleicht magst Du in den kommenden Tagen mit mir eine Übung machen?
Nimm Dir, ganz bewusst in den nächsten Tagen die Zeit – und schau Dir die Menschen, die Dir begegnen genau an.

Nimm den ersten Impuls und schau mal in welche Schublade Du diesen Menschen stecken würdest…

Und dann – nimm Dir ein zwei Gedankengänge Zeit und vielleicht auch die Zeit, um ein kurzes Gespräch zu führen, nimm Dir Zeit einen anderen Blickwinkel zu verschaffen – ohne Wertung –

Und dann – achte darauf, was passiert…

…man sieht nur mit dem Herzen gut…

Unterschätz mich ruhig …


Die Aufrichtigkeit eines Menschen liegt nicht in den Worten, sie liegt in seinen Handlungen – oder unterschätz mich ruhig…das wird lustig

Unterschätz mich ruhig, das wird lustig.
Diesen Satz liest man immer mal wieder auf Instagram, facebook und Co.
Ich denke jeder hat mal so eine Situation im Leben gehabt, bei der man anders reagiert hat, als andere erwartet hätten.

Nun, mir fiel direkt dazu unsere Arbeit ein.
Im letzten Jahr meinte jemand lapidar zu mir – wie ? Du weißt das nicht, haben Dir Deine Engel das nicht gesagt?
Viele glauben, dass Spiritualität und die Arbeit mit Energien etwas rosafarbenes mit Blümchen sein muss.
Vielleicht hat man das Bild einer wahrsagenden Kirmestante samt Glaskugel, den Raben natürlich nicht zu vergessen 😉
In manchen Köpfen steckt vereinzelt – denn im Grunde gehört das schon lange zur Vergangenheit – das Bild von Engelsflügeln, Glitzerbildern und leise klingenden Glöckchen…

Spiritualität hat nichts mit rosa Wolken und verschleiertem Blick zu tun – im Gegenteil.

Wer sich mit Energiearbeit, mit der eigenen Mitte befasst -schaut ganz genau hin…
Intuition, Bauchgefühl und der Blick hinter die Kulissen gehört zur Weiterbildung. Zur Basis…
Zum Fundament gehört die eigene Innenschau.

Kein Teilnehmer, der bei uns die Reiki Ausbildung absolviert – arbeitet mit Menschen, bevor er nicht selbst seine Kellerräume angeschaut hat.
Denn erst, wenn ich mich selbst erkannt, mich selbst aufgeräumt habe kann ich wirklich anderen helfen. Und das ist ein immerwährender Prozess.
Erst dann, wenn ich selbst durch den „Scheuersack“ der Gefühle gegangen bin, kann ich zu bestimmten Themen Empathie empfinden.

Ich werde nie vergessen, wie meine allererste Familienaufstellung ablief.
Was hatte ich für einen Respekt vor den Dingen, die dort angefasst wurden. Irgendwann war es an der Zeit meinen „Kloß“ im Hals aufzustellen.

Seit jeher war es so, dass ich meine innersten Gefühle nicht ausrücken konnte. Wenn ich verletzt war, war ich traurig, wütend, ich war wie gelähmt und nichts kam über meine Lippen.
Es gab viele Situationen, in denen ich gerne anders reagiert hätte – abends vorm Schlafengehen fielen mir die Sätze und Worte ein, die perfekt gepasst hätten. Doch dann war es längst zu spät und die nächste Situation folgte…natürlich im gleichen Ablauf…

Nun in dieser Aufstellung begegnete ich meinem Opa, dem ich, wohlgemerkt, zu Lebzeiten nie begegnet bin.
Es stellte sich heraus, dass ich die Eigenschaft – immer den unteren Weg zu gehen, immer den Mund zu halten, nie über die Gefühle zu sprechen- unbewusst getragen habe. Diese Aufstellung war für mich sehr berührend und ungewohnt, doch was danach passierte war unglaublich.

Ich fand immer mehr Worte für meine Situationen, ich konnte in Diskussionen meine Sichtweise darlegen und was am Besten war – endlich konnte ich ausdrücken was IN mir los war.
Heute erschrecke ich mich manchmal vor meinen Äußerungen 😉 die Menschen, die mich kennen werden jetzt schmunzeln 😊

Nun – das war der aktive Start zu meinem spirituellen Weg und ich mag keinen Schritt der danach kam missen.
Ein weiterer großer und sehr wichtiger Schritt war die Reiki Ausbildung und die anschließende Lehrerausbildung, die ich bei Peter absolvieren durfte.
Diese Form der Ausbildung hatte wahrlich nichts mit Engelsputten zu tun – es ging um die Reise zum Ich.
Es ging darum, Mut zu haben, es ging darum die Energie für sich und andere zu nutzen.
Nicht umsonst trägt unsere Reiki Ausbildung den Titel „Mach es einfach“.

Du kommst in Deine Kraft, Du erlernst Deine mitgebrachten Gaben zu nutzen und wandelst Gegenwind in Rückenwind…
Es folgten viele wunderbare Begegnungen mit Menschen, die mir Mut machten und mich unterstützten, ein großer Part dabei war unsere liebe Freundin und Schamanin Gisela, die uns einen weiteren Weg der Energiearbeit zeigte.
Die Kombination aus den verschiedenen Bereichen unterstützt uns bis heute und ich freue mich immer wieder auf das was noch kommt…denn das Leben ist so spannend, wenn wir einmal verstanden haben, dass alles dazu gehört.
Jeder Mensch, der uns vermeintlich ärgert ist eine Hürde, eine Aufgabe für uns, jedes Tief und jedes neue Projekt darf erkundet werden.

Die Antwort ist immer die gleiche – es gehört zu Deinem Leben dazu.
Ja und wir müssen, wenn wir spirituell arbeiten, nicht mit wallenden Gewändern herumlaufen und Halleluja singen, wir müssen nicht die Heiligkeit in Person sein – wir sind Menschen – wir dürfen und sollen auch unseren Standpunkt vertreten.

Wir müssen nicht die andere Wange herhalten, wenn uns jemand ärgert… wenn mich jemand angreift, dann darf ich mich wehren, ich darf klar äußern was ist – denn das gehört zur „Wahrhaftigkeit“
Wie sagt Michael das immer so schön: „Wenn mir jemand dumm kommt – werde ich das nicht akzeptieren“ – auch mit der Arbeit, die wir tun.

Denn – Die Aufrichtigkeit eines Menschen liegt nicht in den Worten, sie liegt in seinen Handlungen…

Ja , so ist das mit den Themen, die uns begegnen – jedes Ereignis macht uns reifer, nicht wahr?😉
Heute Abend werden wir noch einen wunderbaren Klangabend genießen – ich freu mich sehr drauf 😊
Euch wünsche ich wunderbaren, sonnigen Ferientag – also komm her Tag –

Bis bald!
Eure Bettina

Bild: pixabay.com