Seite an Seite…

Guten Morgen ihr Lieben!

URLAUBSZEIT – SCHÖNE ZEIT

So sollte es sein, richtig?

Urlaubszeit…entspannen, erholen, gemeinsame Unternehmungen und hach…Sommer, Sonne, Sonnenschein.

Mensch sein…

Doch in vielen Familien, in manchen Partnerschaften erweisen sich solche Ferienzeiten als harte „Ferienprobe“.

Nach den ersten Tagen des „Ausschlafens“, nach dem Chillen, dem nicht kochen müssen, dem, was machen wir denn heute Schönes“ fallen Mann, Frau und Kind dann irgendwann die Decken auf den Kopf.

Wenn wir zur Ruhe kommen, wenn wir in der Stille „aus“ halten – kommen die niedlichen Schatten aus ihren so wunderbar „weggearbeiteten Löchern“.

Wenn wir nicht immer aktiv sein müssen, wenn wir fühlen – so wirklich fühlen…ohne Ablenkung, ohne Work – Life Balance kommt das Innerste zum Vorschein.

Gerade Mütter kennen dieses Gefühl.

Nach den ersten Terminen, schönen Erfahrungen…nach der Ablenkung kommt das auf den Tagesplan, was Dich selbst betrifft..

Was möchte ich eigentlich?

Was tut mir gut?

Was halte ich oft im Alltag zurück?

Aus Zeitmangel…aus Rücksicht…aus Normalität…

In Phasen der Erholung beginnen wir zu fühlen, zu betrachten, abzuwägen…

Will ich das?

Will ich das so?

Wo wollte ich eigentlich hin, bevor das „Leben“ kam?

Gerade gestern unterhielt ich mich mit einer Mutter, die erschrocken war, über das, was sich im Ferienalltag bei ihr zeigte…

Erschrocken darüber, dass sie im Grunde seit viel zu langer Zeit einfach zu viel machte…für andere….für das was muss…für das, was sich eingeschlichen hatte…dazu die Erkenntnis, dass sie über Jahre ihre eigenen Projekte, Gedanken, Gefühle unterdrückt hatte.

Immer lieb, immer nett, immer gut drauf war – um es anderen leichter zu machen.

Und nun – die Erkenntnis –die Tränen – in der Stille der Zeit.

Stille Momente – so wichtig…

Und  genau darum geht es doch bei unseren Urlaubs – Auszeiten…wir ziehen uns zurück, überdenken, erholen und sehen mit einem Male klarer, was wir möchten, worum es gerade geht.

Schön wäre es doch, wenn wir uns immer mal wieder kleine Auszeiten gönnen, immer mal zwischendurch, damit es im Urlaub nicht zum Durchhänger kommen muss…

Erlaube Dir – immer mal wieder im Alltag, das auszusprechen, was Dir wichtig ist…baue kleine Inseln ein – baue Gesprächszeiten ein – in der Familie, allein und zu zweit…

Denn es ist doch das Größte einfach Mensch zu sein…mit allen Wünschen mit allen Prägungen und Macken.

Wir müssen nicht perfekt sein – wir dürfen Mensch sein…

Seite an Seite

In diesem Sinne Euch allen einen schönen Ferienabschluss… 

und L(i) eben nicht vergessen

Durchatmen…

Hallo ihr Lieben, in der letzten Zeit erkenne ich bei meinen Teilnehmern und Klienten, dass es sich aktuell um viele Themen dreht, die uns die Luft rauben.

Tiefes Durch,- und Auf – atmen ist kaum möglich.

Körperlich, wie auch seelisch.

Wie können wir uns selbst helfen, wenn wir bemerken, dass wir zu wenig „Raum“ haben – uns der Atem fehlt oder der Freiraum?

Eine gute Übung, ist die Übung des eigenen Tanzbereiches.

Stelle Dich aufrecht hin, verbinde Deine Füße mit der Erde – öffne Deinen Brustkorb, lege die Schultern ganz bewusst nach hinten…

Atme dann tief und hörbar ein,- und aus.

Strecke Deine Arme dann nach oben und zur Seite weg und mache Dir bewusst, dass genau dieser Bereich NUR DIR gehört.

Drehe Dich ruhig um die eigene Achse und nehme wahr, wie weit Deine Arme und Dein Wirkungskreis reicht.

Wenn Du magst stelle Dir eine kleine Sonne im Brustbereich vor, die nun immer größer wird.

Gerne auch in Verbindung mit Deinem Atem., wird diese nun immer größer und größer, bis sie eine große Lichtkugel um Dich herum bildet, die Dich umgibt und Dich wohltuend durchdringt.

Atme tief und bewusst…erlaube Dir tief und ruhig zu atmen.

Hier und jetzt gibt es nichts zu tun. Ich bin…

In meinem Tanzbereich –

Der erste Schritt…

Du weißt nicht was die anderen denken, bist aber wegen Deiner Gedanken beleidigt.

Wie oft geschieht das mit uns?

Ziemlich häufig…

Wir haben einen Plan, wir haben eine Einstellung, Schubladen, Emotionen und Erfahrungen.

Wir haben erfahren, wie es ist, sagen wir mal, nicht gesehen zu werden. Wir haben die Erfahrung gemacht, verlassen zu werden, blöd behandelt zu werden oder sogar abgewiesen.

Ja – all das hat etwas mit uns gemacht.

Manchmal erleben wir blöde Dinge im Leben, die zu uns kamen, weil wir Fehler gemacht haben- soll auch mal vorkommen…

Nun.

Wir haben auf jeden Fall ein gewisses Gefühl für uns, für unsere Situation, für all das was ist.

Wir haben eine Erklärung.

Und das nicht nur für uns…

Denn ich weiß ja genau, wie meine Freundin tickt…ich weiß  ja genau, wie mein Kind funktioniert, mein Mann oder der Nachbar.

Sicherlich richtig und Erfahrungen sprechen für sich.

Unser Bauchgefühl trügt uns nicht.

Doch ab und an treten diese besonderen Phänomene auf, von denen wir glauben genau zu wissen, was der andere fühlt, denkt, vorhat oder plant.

Wir denken, dass z.B. eine Absage auf eine Einladung persönlich ist.

Wir denken, dass der andere uns nicht mag, weil wir nicht das „richtige“ Gewicht haben, dass wir nicht gemocht werden, weil wir in diesem oder jenen Stadtteil wohnen– oder weil wir vielleicht eine andere Schulform besucht haben.

Wir denken…denken, zer-denken…und machen uns dadurch viele Bereiche selbst kaputt.

Wir denken und gehen davon aus, nicht gemocht zu werden, wir gehen davon aus, ungenügend zu sein, nicht erwünscht zu sein.

Wir sprechen nicht darüber, denn wir wissen ja genau wie es ist.

So denken wir…und denken uns immer tiefer in den Flow.

„Ah er kommt sich zu schön vor, sie ist zu erfolgreich, zu oberflächlich…

ER ist zu faul, zu verwöhnt, nicht in meiner „Schublade“.

Sie wird mich abwiesen, das ist immer so.

Er sieht mich eh nicht. Warum sollte er auch?

Den Job wird ein anderer bekommen. Nicht ich.

Ich werde niemals glücklich. Das ist nun mal so.

Ach – ich lasse es direkt sein…“

Bemerkst Du etwas?

Allein beim Lesen dieser Zeilen sacken wir innerlich zusammen.

Allein beim Aussprechen dieser Worte, glauben wir dem Klang.

Allein bei der Annahme dieser Dinge, erschliessen wir die „Un- Möglichkeit“

Ich doch nicht…

Durch unsere Form, der Selbstmalerei lassen wir nach und nach keinen Raum für die leeren Stellen auf der Leinwand, wir färben alles in unseren Farben aus Grau und Grau…und weil wir so nur unseren Sätzen folgen – lassen wir die Wahrheit des Anderen nicht zu.

Liebevolle Sätze, die fallen, Worte, die geschrieben werden – haben keinen Platz, weil meine Meinung über Dies und Das fest steht.

Alles andere sind Lügen, Ausflüchte und der Versuch mich zu beschwichtigen.

In meinem Leid.

Warum sollte man mich dabeihaben wollen?

Warum sollte mich jemand mögen.

Ich weiß doch wie es ist.

Er will sich nur rausreden.

Sie meint es nicht ernst.

Er will sich nur drücken.

Warum sollte mich jemand mögen?

Warum?

Nein.

Und das was dann daraus entsteht, ist nicht nur ein dämlicher Umgang mit mir selbst – nein – ich stülpe im Gleichzug dem anderen meine Denke über.

Ich bügle meinen Mangel auf die ernst,- und lieb gemeinten Sätze des anderen.

Ich erkläre den anderen zum Lügner.

Ich nehme ihn,- oder sie nicht ernst.

Schon mal drüber nachgedacht?

Du empfindest mich, als zu abgedreht…

Du denkst ja eh schlecht über mich…

Du magst ja nur Menschen, wie…

Ich weiß wie es wirklich ist…

Mauerstein auf Mauerstein bildet dann irgendwann so eine Klage-Mauer, die es nicht mehr zulässt, dass Menschen zu Dir herankommen.

Die Resonanz tut ihr Ding dazu und komische Situationen folgen – und gelten als Bestätigung—Siehste! Hab ich es doch gewusst.

Und das hat zufolge, dass Mann oder Frau, es irgendwann sein lässt.

Dass man gegen Wände redet, falsch interpretiert wird oder das Ganze sogar noch umgedreht wird.

Denn der Fokus ist nur noch auf der „Verteidigung“ auf beiden Seiten.

Weißt Du, jeder hat ab und an dieses Mangeldenken, jeder von uns zweifelt an sich…jeder, wirklich jeder hat Phasen, in denen er sich ungeliebt, nicht geachtet, verlassen oder als nicht genug betrachtet.

Jeder hat Dinge, die er nicht an sich mag.

Situationen, die er lieber anders hätte.

Und ein Bild darüber, wie es sein „sollte“.

Ja es ist im Moment blöd …

Und – ist es schlimm?

Nein – weil wir Menschen sind, weil wir hier sind um zu wachsen, um aus dem negativen Erfahrungen die Geschenke des Lebens zu nehmen.

Aus der Nichtliebe, zu erkennen, dass wir immer geliebt sind.

Und wir IN uns beginnen dürfen.

Kein anderer kann uns die Liebe von außen bringen, wenn wir es nicht zulassen.

Wenn wir uns nicht selbst annehmen, im allerersten Schritt.

Weißt Du, denn so verletzt Du andere – denn so vertreibst Du andere…nicht, weil Du es nicht wert bist, sondern weil es dem anderen weh tut immer wieder weggestoßen zu werden, als Lügner abgestempelt zu werden, als jemand, der es nicht ernst meint.

Sich als etwas besseres fühlt, sich nicht mit Dir wohl fühlt.

Also höchste Zeit es ernst zu meinen und endlich aus dieser Spirale der Selbstbestrafung herauszutreten, oder?

Gerade heute schließe ich meine Augen für einen Moment und nutze die Gelegenheit wirklich hinzufühlen, worum es geht…

Ich schließe meine Augen und schaue mich um, ich schaue mich so – vor meinem inneren Auge um.

Wen habe ich durch meine mangelnde Selbstliebe weggestoßen?

Wer war immer da und ist es vielleicht immer noch?

Wo darf ich mir selbst gegenüber einmal richtig ehrlich gegenüber sein?

Wo darf ich den ersten Schritt machen?

Den Schritt der Selbstliebe? Und der Liebe zum  Anderen?

Der erste Schritt beginnt immer mit der Liebe

SOULWORK

„Mein Vater hat mich verlassen, mein Bruder mich hintergangen, meine Mutter hat immer schon getrunken.
Ich habe einfach eine anstrengende und traurige Kindheit erlebt.“

Oft begleite ich junge Frauen, die ihre Verletzungen aus Kindheitstagen, die ihre Verletzungen aus der Teeniezeit bis heute noch nicht in Frieden bringen konnten.

Depressionen, Angstzustände und abgeschwächte Lebensfreude, begleiten diese hübschen Frauen, die sich oftmals nur schwer mit Veränderungsthemen und auch den schönen Begegnungen des Lebens beschäftigen können.

Noch tief sitzen die Erlebnisse, noch tief wirkt die Angst, die Eltern, die Mutter oder den Vater alleine zu lassen.
Die „Großen“ alleine zu lassen, um nun endlich eigene Wege zu gehen.
Noch tief ist die Wut, über die „verschenkte“ Zeit, über das Verhalten, über den Verlust.
Noch tief sitzt das Gefühl der Trauer keine „intakte“ Familie gehabt zu haben.

Wenn sich die „Rollen“ des Lebens verschieben, wenn das System verändert wird – wenn Kinder – aus Liebe- aus Angst – aus Loyalität die Rolle des Erwachsenen annehmen, entsteht ein Ungleichgewicht.

Kinder übernehmen Aufgaben, Entscheidungen, sie stehen einem Elternteil bei, ´beschützen, verteidigen und klagen an.
Sie übernehmen Schutz, sie übernehmen die Rolle der „Großen“.

Oft entstehen Parteien und das Kind wird in die Lage versetzt sich entscheiden zu müssen, es wird dazu animiert, einem Part „abzuschwören“ denn er oder sie hat sich ja nicht richtig verhalten.

Was automatisch dadurch entsteht ist der Gedanke, dass „Männer“ schlecht sind, oder dass „Frauen“ fremd gehen.

Unterbewusst lehnen wir als Ergebnis, die männliche Energie, bzw. die weibliche Energie ab.

Wir haben erlernt zu misstrauen, wir können uns nicht auf xy verlassen. 
So erstelle ich in mir ein Muster, welches mir mitteilt, Männer brauchen wir nicht….Frauen sind so und so…
Männer verlassen, Frauen sind schwach, Männer trinken und Frauen tun uns weh.

Scheidungskinder neigen so unbewusst dazu, den Partner abzuwerten.

Die Frauen nicht anzunehmen, den Mann nicht anzunehmen.

Wir lehnen unbewusst das Männliche, das Weibliche ab.

Kurze Beziehungen, falsche Versprechungen, Misstrauen oder Flucht sind dann oft an der Tagesordnung.

Wenn ich in unserem gemeinsamen Gespräch herausfiltern kann, dass ein Elternteil nicht „genommen“ wurde, nutze ich oftmals eine lösende Übung.
Eine Übung, in der ich – ganz egal, wie meine Eltern waren – zu 100 % Vaterenegie und zu 100% Mutterenergie annehme.

Diese, erst einmal, komisch anmutende, Übung hat eine kraftvolle Wirkung, denn die männliche und weibliche Energie ist immer vorhanden- auch wenn mein Vater, meine Mutter sie mir nicht vor- leben konnte, wenn er oder sie es mir nicht geben konnte, so steht sie uns dennoch zur Verfügung.

Und sie steht uns zu.

Es ist unser Geburtsrecht beide Seiten leben zu dürfen.
Wir entscheiden, ob wir sie nun integrieren.

Für uns und für unsere Kinder.

Denn, wenn ich endlich beide Seiten annehme, kann ich verstehen und fühlen, warum wir dieses oder jenes so erfahren mussten.

Nehme ich die Energie an- und das ganz bewusst – kann Frieden entstehen…

SOULWORK

Zentrum für Persönlichkeitentwicklung, Entspannung und seelische Gesundheit