Archiv der Kategorie: Fit für den Alltag

Erkenntnisse

Wir wissen nicht, was andere Menschen denken oder fühlen. Wir interpretieren ihr Verhalten und sind dann wegen unserer eigenen Gedanken beleidigt!

Ja, manchmal ist es so … wir sehen einen Ausschnitt, eine Handlung, ein leichtes Zucken und meinen zu wissen was los ist.
Wir erinnern uns an frühere Erlebnisse, an frühere Stories, die wir erlebt haben und ab sofort ist die neue Begebenheit einfach „Fakt“.

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und haben durch Erfahrungen unsere Erinnerungen und natürlich sind wir dadurch geprägt.
Das „Blöde“ dabei ist, treffen wir andere Menschen, mit ganz anderen Hintergründen und Gefühlen, kopieren wir unsere altbekannten Themen darauf – und machen „dicht“.

Ja, wir werden unseren „ungelösten Lebensthemen“ immer wieder begegnen, darum sind wir hier, doch darf ich auch den Raum zur Veränderung lassen. Ich darf auch „Gutes“ erwarten.

Also lass uns doch mal demaskieren … so sagt es schon Julia Engelmann …
Denn manchmal stecken hinter Reaktionen, einfache Entschlüsse, ohne Drama, manchmal kommt im Leben alles auf einmal, und manchmal ist man einfach nur Mensch 😉

Wenn wir also das nächste Mal ein Verhalten interpretieren und auf dem Weg zur beleidigten Leberwurst sind – hilft es – zu reden – und manchmal auch einfach nur darüber zu schlafen …

Und dann sieht es meistens gar nicht mehr so schlimm aus, oder?

In diesem Sinne, Euch einen wunderbaren Tag voll neuer Erkenntnisse …
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Foto: RS Nature Photography – flickr.com

Entschuldigung

Es war einmal ein kleiner Bub, der schnell wütend wurde und dann ausrastete.
Da gab ihm sein Vater einen Hammer und eine große Packung voller Nägel:
„Jedes Mal, wenn du wieder wütend wirst und ausrastet, gehst du zu diesem Zaun und schlägst einen Nagel hinein.“

Der Junge war damit einverstanden, auch wenn er den Sinn dahinter nicht verstand.

Am nächsten Tag hämmerte der Bub bereits 30 Nägel in den Zaun. Die Tage vergingen und mit jedem Tag wurden es weniger Nägel, die der Junge in den Zaun schlug. Ihm wurde bewusst, dass es einfacher war, Nägel in den Zaun zu hämmern als auszurasten.

Eines Tages war es schließlich so weit, dass er überhaupt nicht mehr ausrastete. Ganz stolz teilte er das seinem Vater mit. Der Vater nahm ihn bei der Hand und ging mit ihm zum Zaun:
„Von nun an machen wir es so: Für jeden Tag, den du nicht ausrastet, darfst du einen Nagel wieder aus dem Zaun ziehen.“

Der Bub war wieder einverstanden.

Wieder vergingen mehrere Tage, bis der Junge zu seinem Vater lief und ihm mitteilte, dass nun keine Nägel mehr im Zaun sind. Der Sohn freute sich sehr.
Gemeinsam gingen sie zum Zaun. Der Vater sagte zu ihm:
„Ich bin sehr stolz auf dich. Das hast du toll gemacht. Aber schau dir die vielen Löcher im Zaun an, die die Nägel hinterlassen haben. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war.“

Der Junge stimmte seinem Vater zu. Der Vater fuhr fort:
„Denk daran, wenn du das nächste Mal wütend etwas zu anderen Menschen sagst. Deine Worte könnten Narben hinterlassen, so wie diese Nägel Spuren im Zaun hinterlassen haben. Auch wenn du dich entschuldigst, die Narben bleiben.“

Autor unbekannt
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Die Geschichte mit den Bohnen …

Ich komme gerade aus der Schule unserer Tochter Lena.

Knapp 30 5.-Klässler haben wunderbar offen und neugierig bei meiner “Entspannungseinheit” mitgemacht.
Neben progressiver Muskelentspannung und “unserer” ureigenen Meditationstechnik 😉 haben wir den Montagmorgen entspannt angehen lassen und hatten wirklich Spass … herrlich, wie schön offen die Kids sind 🙂

Nun ich habe zu diesem Anlass mal wieder die Geschichte mit den Bohnen herausgekramt und finde, auch wir Erwachsenen dürften diese “Übung” einfach mal öfter machen.
Dankbarkeit ist erlernbar und trainierbar … wie ein Muskel, der regelmäßig Beachtung erlangt, wird das Gefühl der Dankbarkeit sich vermehren …
Dankbar zu sein ist gar nicht schwer.

Es‬ war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hatte, wenn ihm etwas Freude bereitet oder er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.
Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche.
Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

Und jetzt schau mal, was bei Dir schon heute geschehen ist, wofür Du dankbar sein kannst …
In diesem Sinne Euch einen wunderbaren Wochenstart 🙂

Bettina

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Vergebung

Konnte dich nicht von Anfang an beschützen
Liebe dich so, dass es meine Seele verletzt
Kannst du mir vergeben, dass ich es erneut versucht habe
Dein Schweigen lässt mich den Atem anhalten
Die Zeit zieht an dir vorbei

Oh, so lang habe ich versucht, dich vor der Welt zu beschützen
Oh, du könntest nicht alleine der Freiheit begegnen
Hier bin ich, verlassen in Stillschweigen

Du hast den Kampf aufgegeben
Du hast mich zurückgelassen
Alles, was getan wurde, ist vergeben
Du wirst immer mein sein
Ich weiß tief in mir
Alles, was getan wurde, ist vergeben

Ich beobachtete, wie die Wolken vorbeiziehen
Die Sonne kann immer noch nicht mein Gesicht wärmen
Ich weiß, dass es dazu bestimmt war, schiefzugehen
Du hast nach einem großartigen Fluchtweg gesucht
Um deine Dämonen zu verjagen

Oh, so lang habe ich versucht, dich vor der Welt zu beschützen
Oh, du könntest nicht alleine der Freiheit begegnen
Hier bin ich, verlassen in Stillschweigen
Du hast den Kampf aufgegeben
Du hast mich zurückgelassen
Alles, was getan wurde, ist vergeben
Du wirst immer mein sein
Ich weiß tief in mir
Alles, was getan wurde, ist vergeben

Ich bin verloren, seit du gegangen bist
Warum nicht ich vor dir
Warum hat mich mein Schicksal betrogen?
Alles hat sich zum Schlechten gewendet
Warum hast Du mich stillschweigend verlassen?

Du hast den Kampf aufgegeben
Du hast mich zurückgelassen
Alles, was getan wurde, ist vergeben
Du wirst immer mein sein
Ich weiß tief in mir
Alles, was getan wurde, ist vergeben…

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Entrüstung

Was hat er da gesagt?
Wie und so hat sie reagiert?

Entrüstung – ein Gefühl, ein Zustand, den jeder von uns schon einmal erlebt hat …
Ich bin entrüstet – wie kann man nur so mit jemandem umgehen, wie kann man nur so denken, etwas sagen …

Nun, das Wort „Entrüstung“ beinhaltet das Wort „Rüstung“ und mit einer Ent- Rüstung, wird die Rüstung entfernt – oder zumindest angekratzt …

Wie kannst Du nur so etwas zu mir sagen …

Irgendetwas hat uns berührt, und getroffen …

Sehr wahrscheinlich nicht sehr nett formuliert – doch scheint es ja in irgendeiner Weise mit uns zu tun zu haben, nicht wahr?
Wäre es uns egal – würde es uns nicht berühren, würden wir es nicht so beachten.

Nun, jeder hat andere Ansichten, Lebensvorstellungen – doch bei diesen „Aussagen“, „Taten“ geht es oft um Themen, die uns wichtig sind, oder waren …

Oftmals sind es alte Wunden, die wir meinten, schon unlängst überwunden zu haben … manchmal kommen Dinge, die uns entrüsten, von Menschen, die uns in irgendeiner Form wichtig …

Man sagt, in jeder Erzählung steckt ein Körnchen Wahrheit … und das in jeder „Seite“ der Münze. 🙂

Entrüstet zu sein, bedeutet auch, erkannt zu haben, da ist etwas noch nicht in „Ordnung“.
Entrüstet zu sein, bedeutet, etwas –noch- nicht so sehen zu wollen, etwas noch nicht annehmen zu wollen…da hat jemand etwas angekratzt.

Sabrina Fox hat es in einem ihrer Vorträge gut beschrieben:
Wenn jemand von mir sagt: Die ist aber eingebildet … die ist aber zickig, schlecht gelaunt, abgehoben usw. dann stimme innerlich zu …

Ja, natürlich bin ich ab und zu zickig, eingebildet, schlecht gelaunt … ja da hast Du recht …

Wenn wir auf bestimmte Äußerungen „ent-rüstet“ reagieren, dann dürfen wir – so neutral wie möglich und mit einem gewissen Abstand mal hinschauen- und uns fragen…hmm ist da etwas dran?

Bin ich unstetig, manchmal zu derb, zu schnell, zu langsam … ist da was dran?

Es hilft, ab und an wirklich, wirklich ehrlich Innenschau zu halten.

Die Menschen um uns herum fungieren wunderbar als Spiegel …also … bevor Du das nächste mal entrüstet von irgendwelchen Andeutungen, Aussagen, oder Handlungen, enttäuscht, entrüstet, empört bist … halt kurz inne und frag Dich: Ja ist es im Moment so?

Was davon kann ich annehmen, was darf ich noch anschauen … und Du wirst feststellen, bei jedem Satz, den Du innerlich bestätigen kannst, wird es leichter …
Durch die eigene „Erkenntnis“ entfernen wir, die eigens errichteten Mauern … und können etwas ändern …

Ja, ich bin manchmal unzuverlässig, ja, ich bin komisch, ja, ich bin so und so…
Ja und Du hast recht … Ich bin Mensch!

Nun, aber sind wir nicht alle ein bisschen … Bluna? 😉

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