Archiv der Kategorie: Fit für den Alltag

Die Gefahr einer einzigen Geschichte

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Heute habe ich an einem interkulturellen Training teilgenommen.
Bei solchen Seminaren geht es darum, den Blick für die Kultur und das Verhalten des Fremden zu schärfen.

Ziel ist es, ein Gefühl für den Menschen eines anderen Landes, eines anderen Kulturkreises zu entwickeln und Vorurteile zu kennen und abzubauen.

Denn Verhaltensmuster und Worte, die für uns selbstverständlich und alltäglich sind, können andere Menschen ziemlich “vor den Kopf stoßen”.

Es macht also Sinn sich mit dem jeweils anderen zu beschäftigen, seine Geschichte zu hinterfragen.

Chimamanda Adichie erzählt in diesem Film ihre persönliche Geschichte … und wie gefährlich es sein kann, nur eine Seite der Medaille zu kennen.

Wer nur die eigene Seite der Medaille kennt, kennt nur die halbe Story.

… für all diese besonderen Menschen …

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Verwittert und vom Leben gezeichnet
Verbittert und umgeben von Reizen
Wie hinter Gittern, ewig das gleiche
Jeder meiner Schritte hat Probleme bereitet

Nachts versunken auf ‘ne eklige Weise
Fast ertrunken in nem See voller Scheiße
Keiner hat mich mitgenommen, mir fehlte die Reife
Doch manche Steine muss man lediglich schleifen

Du bist vorbeigekommen, hattest deinen Kompass mit
Du hast gesehen, dass dieser eine Stein besonders is’
Du hast ihn mitgenommen und nicht im Meer versenkt
Hast ihm ‘nen großen warmen Platz in deinem Herz geschenkt

Kennst du noch den Ort, wo ich auf dich gewartet hab?
Seite an Seite mit den andern Steinen lag ich da
Ich war kalt, ohne Heimat und alleine
Bevor du kamst, war ich nur einer dieser Steine

Ich war so staubbedeckt, bevor du mich gefunden hast
Hast mich in Gang gesetzt, mir endlich neuen Schwung gebracht
Ich war kalt, war versteinert und alleine
Bevor du kamst, war ich nur einer dieser Steine

Ohne Heimat und alleine, nur einer dieser Steine

Du baust mich auf, legst dich zu mir
Ich kann über alles reden mit dir
Oder ohne Worte einfach gestikulieren
Damals hätt ich so was bestimmt eh nicht kapiert

Du hast mich auf neue Wege geführt
Ich hab zum ersten mal das Leben gespürt
Ich weiß auch, dass so ein Glück nicht jedem passiert
Ich werd nicht mehr gehen, ich bin nur wegen dir hier

Du bist vorbei gekommen, hattest deinen Kompass mit
Du hast gesehen, dass dieser eine Stein besonders is’
Du hast ihn mitgenommen und nicht im Meer versenkt
Hast ihm ein’ großen warmen Platz in deinem Herz geschenkt

Kennst du noch den Ort, wo ich auf dich gewartet hab?
Seite an Seite mit den andern Steinen lag ich da
Ich war kalt, ohne Heimat und alleine
Bevor du kamst war ich nur einer dieser Steine

Ich war so staubbedeckt, bevor du mich gefunden hast
Hast mich in Gang gesetzt, mir endlich neuen Schwung gebracht
Ich war kalt, war versteinert und alleine
Bevor du kamst war, ich nur einer dieser Steine

Ich war nur noch verstaubt, verbraucht und ohne Plan
Bevor du kamst, mich mit dir nahmst
Keiner braucht mich mehr zu retten
Das hast du schon getan, indem du kamst, mich mit dir nahmst

Kennst du noch den Ort, wo ich auf dich gewartet hab?
Seite an Seite mit den andern Steinen lag ich da
Ich war kalt, ohne Heimat und alleine
Bevor du kamst, war ich nur einer dieser Steine

Ich war so staubbedeckt bevor du mich gefunden hast
Hast mich in Gang gesetzt, mir endlich neuen Schwung gebracht
Ich war kalt, war versteinert und alleine
Bevor du kamst, war ich nur einer dieser Steine

Ohne Heimat und alleine, nur einer dieser Steine

Kennst du noch den Ort wo ich auf dich gewartet hab?

https://www.youtube.com/watch?v=vZ6fj69Qu7Q

Demut – demütig sein … was bedeutet das eigentlich?

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Demut – demütig sein … was bedeutet eigentlich Demut?

Wenn man im Duden nachschlägt findet man diese Erklärung.
Ergebenheit, Hingabe, Opferbereitschaft; (gehoben) Ergebung; (bildungssprachlich) Devotion; (veraltet) Humilität in der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründete Ergebenheit
wahre, christliche Demut, etwas in/mit Demut [er]tragen

voll Demut sein …

Für mich bedeutet Demut in erster Linie
Achtsamkeit, Achtsamkeit und Offenheit …
Offenheit dafür – Dinge zu sehen, mit offenen Augen Situationen zu betrachten in der Kombination des ehrlichen Erkennens.

Demut folgt auf den wahren Blick auf eine Situation.
Auf einen Blick in ein ungeschminktes Gesicht, auf Tatsachen, auf Ist-Zustände …

Gerade in der heutigen Zeit nehmen Diskussionen über Flüchtlinge kein Ende, viele fühlen sich benachteiligt, viele meinen, sie wären schon so bestraft vom Leben.

Und dann …
Dann kommen Menschen in mein Land und möchten Hilfe …
Dann kommen Menschen und sprechen Dinge aus …
Dann kommen Menschen, weil es anders nicht geht …
Ja, da kommen Menschen und haben Mut und machen sich auf eine ungewisse Reise – lassen Familien, Freunde und die bekannte, früher einmal sichere Heimat, hinter sich und machen sich auf den Weg.

Und was haben wir?
Wir, wir haben Angst um diesen Teil des Kuchens …
Wir haben auf einmal Angst, weil da jemand ist, der um Hilfe bittet, weil es gar nicht anders geht …
Wir haben Angst, weil gerade diese Menschen sich auf die Reise gemacht haben und wir von unseren PC s sitzen und wir uns nicht trauen Unausgesprochenes anzupacken.

Warum ärgert es Dich, dass Menschen Hilfe bekommen?
Warum hast Du das Gefühl zu wenig zu haben?
Warum hast Du das Gefühl, dass diese Menschen mehr Zuwendung bekommen?
Was genau piekst Dich da an?

Und dann frag Dich mal – wo genau schaue ich in meinem Leben immer noch weg?
Wo bin ich unzufrieden, wo kann ich Hilfe gebrauchen?
Was genau erwarte und wünsche ich mir vom Leben?
Was fehlt mir?

… und dann frag Dich mal …
Warum sollte Ich nicht um Hilfe bitten?
Warum sollte es mir nicht zustehen, Dinge zu ändern?
Warum traue ich mich nicht, Dinge auszusprechen?

In der letzten Zeit begegnen mir oft Krebs Patienten – wunderbare Menschen, deren Herzen so offen sind, dass ich oft vor (Hoch) Achtung sprachlos bin …
Das erste was sie mir erzählen ist, wie demütig sie geworden sind.

Sie erzählen mir, wie schön es ist, Fortschritte zu sehen, wie schön es ist, das Leben leben zu können …
Sie erzählen mir davon, wie jeder Tag, der noch für sie da ist, ein wahres Geschenk für sie ist.
Und wie dankbar sie für die Hilfe sind, die Ihnen geschenkt wurde in der schweren Zeit.

Warum erkennen wir Menschen oft erst, wie gut es uns geht, wenn wir einmal ganz unten waren?
Wenn der Tag nicht mehr so „normal“ verläuft?
Wenn Menschen auf einmal sterben und nicht mehr da sind?

Wir hätten noch so viel besprechen können – jetzt ist er nicht mehr da…
Warum schauen wir erst hin, wenn der Körper uns zur Ruhe zwingt?
Warum erkennen wir erst so spät, wie schön es war?

Manchmal erlernen wir so Demut und die Erkenntnis, dass uns das Leben geschenkt ist, jedem einzelnen von uns …
Dass jeder auf seine Weise wichtig und wertvoll ist, dass jeder von uns ein Teil des Ganzen ist.

Warum sollten wir da nicht ein kleines Stück von unserem sicheren Teil abgeben?
Warum sollten wir nicht jeden Tag leben, als sei es der Letzte?
Warum sollte es nicht für alle genug sein?

Demut bedeutet mutig zu sein … Sei mutig!

Shule, shule, shule aroon
Shule go succir agus, shule go kewn,
Shule go durrus oggus aylig lume,
Shule, shule, shule aroon
Shule go succir agus, shule go kewn,
Shule go durrus oggus aylig lume,
Iss guh day thoo avorneen slawn.

I wish I was on yonder hill
Tis there I d sit and cry my fill,
And every tear would turn a mill

I’ll sell my rod, I’ll sell my reel
I’ll sell my only spinning wheel
To buy my love a sword of steel

Shule, shule, shule aroon
Shule go succir agus, shule go kewn,
Shule go durrus oggus aylig lume,
Iss guh day thoo avorneen slawn.

I’ll dye my petticoats, I’ll dye them red
And ’round the world I’ll beg my bread
Until my parents shall wish me dead

Shule, shule, shule aroon
Shule go succir agus, shule go kewn,
Shule go durrus oggus aylig lume,
Iss guh day thoo avorneen slawn.

Shule, shule, shule aroon
Shule go succir agus, shule go kewn,
Shule go durrus oggus aylig lume

Shule, shule, shule aroon
Shule go succir agus, shule go kewn,
Shule go durrus oggus aylig lume,
Iss guh day thoo avorneen slawn.