Hallo ihr Lieben, es ist Samstag und ich nutze den Vormittag noch, um chillig meinen Kaffee zu schlürfen.
Eigentlich müsste ich schon draußen sein und die letzte Rummelecke des Gartens fertig machen, aber so recht mag mein Anschubser noch nicht wirken.
Nun denn…
Zeit- ein wenig mit euch in Gedanken zu versinken.
Facebook zeigt mir hin und wieder Erinnerungen an und somit werden wir an frühere Erlebnisse erinnert.
An gemeinsame Aktivitäten, an Feierlichkeiten, Reisen und Aktionen.
In den meisten Fällen positive Erinnerungen, nicht wahr?
Viel ist seither passiert, manches schon Jahre her und wir vergleichen die Bilder mit dem „Heute“
So – Wie geht es uns heute?
Wie ist die Verbindung?
Wünschen wir uns Wiederholung, ein Revival, oder schauen wir mit Grauen auf unsere Optik, vielleicht auch mit etwas Wehmut auf alte Zeiten?
Die Zeit rennt und manche Begegnungen mit ihr.
Ich weiß nicht wie es bei Dir so ist – ich bin ein Harmoniejunkie und kann es nicht gut haben, wenn etwas zu Ende geht, wenn ich etwas loslassen muss – wenn sich etwas erfüllt.
Es fällt mir schwer los zu lassen – und vielleicht entschliesst sich daher mein „Lebensplan“ dazu, mir Situationen zu servieren, die ich so nicht geplant hatte.
Ja, Du hörst richtig.
Manchmal fühlte es sich so an.
Und.
Kennst Du das auch?
Du fühlst Dich absolut wohl, Du vertraust, öffnest Dich und gibst viel von Dir preis…und dann ergibt sich etwas, das Dich erst einmal erstarren lässt.
Du hast Dich an einem Ort sehr wohl gefühlt und auch war es wie ein Stück Heimat – und dann hat sich etwas verändert
Vielleicht hast Du in manchen Momenten schon ein wenig gezweifelt, aber der überwiegende Part in Dir war zuversichtlich.
Und dann – dann passierten Situationen, die Du so nicht erahnt hättest.
Manchmal hast Du dann versuchst etwas zu erklären, zu verändern und trotzdem wurden durch „Missverständnisse“ oder einem komischen Verlauf die Dinge nicht wirklich bessser.
Irgendwann war dann ein Punkt erreicht, and dem Du Dich gefragt hast – will ich das noch so?
Ist diese Begegnung das, was mir aktuell gut tut.
Ist dieser Part, dieser Ort noch der, der mich trägt.
Dass, in Bezug auf das Erfühlte -Seiten gezeigt werden, die wir vorher nicht wahrgenommen haben?
Das Gleiche verhält sich ebenso mit Berufungen, mit Erweiterungen.
Ich hatte in meinem Leben immer mal wieder Begegnungen, Aktivitäten und Wege die genau diese Frage auslösten – und irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich den Weg so nicht mehr teilen wollte.
Sicherlich gab es auch die Entscheidung der anderen Seite, den gemeinsamen Weg zu beenden.
Alles war so richtig und gut.
Das weiß ich jetzt.
Denn nichts geschieht ohne Grund.
Und heute bin ich dankbar für so manche Ereignisse, die ich zur damaligen Situation eher verflucht habe.
Ich lasse nicht gern los – so bietet sich mir die Möglichkeit zu erkennen und zu fühlen.
Nun, gut – das war dann in den meisten Dingen nicht so nett – aber ich habe Gott sei Dank, so wie eine liebe Bekannte schon einmal zu mir sagte „nur“ ein „Erschreck Dich Karma“.
Ich bekomme einen Einblick in die Situation, bin überrannt, erschreckt , traurig und wütend – und kann aber daraus einen weiteren Weg erkennen.
Oftmals lag nach dieser „Trennung“ ein kleines „Licht“ für mich bereit, welches mir eine neue Tür öffnete.
Dass heißt nicht, dass ich seither leichter loslasse – das werde ich immer behalten – Welch Wortspiel
Ich habe erkannt, wenn ich krampfhaft festhalte, wird es weh tun.
Es wird weh tun, wie ein Seil, welches sich in meine Haut schneidet…
Wenn sich eine Begegnung erfüllt hat – nutzt kein Zurechtbiegen, kein buckeln, keine Maske…
Unsere Verbindung wird eine Schlaufe drehen, Verstärkung holen und nochmal spiegeln, was IN mir noch nicht erledigt ist.
Lasse ich los – bietet sich so vielleicht die Möglichkeit auf einer anderen Ebene wieder zueinander zu finden.
Ohne Krampf – ohne Erwartungen – ohne erst wenn, dann….
Irgendwann…vielleicht…
So habe ich für mich etwas erlernt – und der nächste Schritt in mir – darf lernen, Begegnungen nicht zu persönlich zu nehmen- Situationen so zu nehmen, wie sie mir zufallen…erweiternd, erhellend und heilend…immer wieder …
So lautet mein Fazit dieses Lebens und mein heutiger Rat an euch – Kontrolle ist eine Illusion…also kannst Du doch direkt das Leben so leben, wie es kommt, oder?
Alles hat einen Sinn – und wenn es sich auch erst in der Rückschau zeigt…
In den vergangenen Tagen besuchte mich eine liebe Dame.
Wir kamen nach der Anwendung ins Gespräch und sie berichtete mir, wie sie sich aktuell fühle.
Wissen Sie: Mit über 60 gehört man ja nun zur „Risikpgruppe“
Von jetzt auf gleich, heisst es, bleib mal zu Hause, von jetzt auf gleich wurde mir suggeriert „Du bist alt“.
Die so jugendlich wirkende Frau, wurde mit einem Schlag in eine Schublade katapultiert, die sie bisher so nicht wahrgenommen hatte.
So – jetzt bin ich alt.
Dazu kommt der Abstand zur Familie, zu Freunden, zu Enkelkindern.
Der Job darf nicht ausgeführt werden, da sie ja zur Risikogruppe gehört.
Ab sofort war Funkstille.
Und das Gefühl – ich darf nicht.
Es ist gefährlich. Ich bin alt.
Kinder sind gefährlich und alte Menschen, wie ich auch…
Ich musste lange darüber nachdenken.
Was macht diese Krise mit uns?
Was macht diese Krise mit unserem mentalen Zustand.
Gerade jetzt fällt mir auf, wie schwer es mir doch fällt. Wie schwer es mir doch fällt, wenn liebgewonnene Menschen zum Termin kommen, wie schwer es mir fällt, sie nicht zu umarmen, wie schwer es mir fällt den Schutz aufzusetzen, sich nicht anlächeln zu können.
Während unserer Zeit zu Hause, war alles ok.
Ich hatte ja meine Lieben um mich.
Ich habe das große Glück meine Mutter in unserem Haushalt mit versorgen zu können.
So hatte sie – und auch wir Kontakt.
Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie die Großeltern sich fühlen, wenn ihr Enkelkind große Entwicklungsschritte macht und sie es nicht live miterleben können.
Denn sie sind ja gefühlt „gefährlich“ „gefährdet“ und irgendwie „aussen vor“.
Kinder sind „gefährlich“ „gefährdet“ und aussen vor.
Singles sind alleine zu Hause, Kleinfamilien und Senioren…
Es wird Zeit, dass sie Normalität wieder kommen darf…ja es war wichtig, so zu verfahren und ich denke auch dass Vorsicht richtig war.
Doch nun ist es gut.
Wir Menschen sind soziale Wesen und diese Zeit hat uns sehr viel gezeigt.
Sie hat uns gezeigt, wie wir einander brauchen, wie wichtig Berührungen sind, Zuspruch sind und ein Lächeln.
Wir sind in der Lage einiges zu überstehen und andere Generationen haben Kriege erlebt – doch nun ist es gut.
Zudem ist es wichtig, die „Diagnosen“ der letzten Tage abzuschütteln.
Die Diagnosen der Angst, der Verzweiflung, der „Pandemie“
Die „Diagnosen“, der Sätze, wie „Du bist alt, bleib zu Hause, Du bist krank, bleib zu Hause, Du bist soundso…bleib zu Hause.
Die „Diagnose“ der Angst engt uns ein.
Die Diagnose des Ärgers, lässt uns fahrig werden, die Diagnose der Trauer, nimmt uns die Luft.
Die Diagnose, der”Gefahr” – ist gespeichert.
Und das im “Kollektiv”
Nutzt so weit wie es geht Eure Freiheit, geht hinaus, geht spazieren, trefft eure Familien, holt es nach, tankt euer soziales Wesen wieder auf – und streift diese Angst ab.
Akzeptiert keine Diagnosen, keine Schubladen von aussen.
Ihr seid so alt, wie ihr Euch fühlt.
Es gibt eine schöne Übung aus der Energiearbeit: Klopft mit euren Händen, all das Schwere, all das von aussen von euren Schultern, streift euch gegenseitig ab.
Klopft es aus den Beinen, den Armen, befreit euren Kopf und streicht all das sogar aus den Haarspitzen.
Nutzt Affirmationen, wie : Ich bin zellkerngesund, ich bin gesund, ich bin aktiv.
Ich erlebe Freude mit meiner Familie.
Lasst diese allgemeinen Diagnosen nicht zu , akzeptiert keine Diagnosen.
Unser Körper, unser System hört und fühlt all das.
Hallo ihr Lieben, die Clematis streckt sich der Sonne entgegen und auch wir werden heute noch einmal ganz bewusst den Tag genießen.
Ich hatte den Impuls ein paar Gedanken für Euch, für DICH aufzuzeichnen. Vielleicht kannst Du etwas damit anfangen …
Das Wort zum Sonntag mal anders.
Ich wünsche Dir einen schönen und vor allen Dingen wertvollen
Sonn-tag. – Bleib gesund!
Deine Bettina
Zentrum für Persönlichkeitentwicklung, Entspannung und seelische Gesundheit
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