Der große Diktator

Charlie Chaplin – ein sehr kluger Mann.

Fast 80 Jahre nach der Uraufführung von “Der große Diktator”, ist die Schlussrede Charlie Chaplins erschreckend aktuell …

Es tut mir leid aber ich möchte nun mal kein Herrscher der Welt sein, denn das liegt mir nicht.
Ich möchte weder herrschen, noch irgendwen erobern,
sondern jedem Menschen helfen, wo immer ich kann.
Den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen.
Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt.

Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen.
Hass und Verachtung bringen uns niemals näher.
Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen.
Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein.
Wir müssen es nur wieder zu leben lernen.

Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Missgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt.

Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt aber innerlich sind wir stehen geblieben.
Wir lassen Maschinen für uns arbeiten und sie denken auch für uns.
Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen, und unser Wissen kalt und hart.
Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig.
Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen.
Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte.
Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert.

Aeroplane und Radio haben uns einander näher gebracht.
Diese Erfindungen haben eine Brücke geschlagen, von Mensch zu Mensch.
Die erfordern eine allumfassende Brüderlichkeit, damit wir alle Eins werden.
Millionen Menschen auf der Welt können im Augenblick meine Stimme hören.
Millionen verzweifelter Menschen, Opfer eines Systems, das es sich zur Aufgabe gemacht hat Unschuldige zu quälen, und in Ketten zu legen.

Allen denen die mich jetzt hören rufe ich zu: Ihr dürft nicht verzagen!
Auch das bittere Leid das über uns gekommen ist, ist vergänglich.
Die Männer, die heute die Menschlichkeit mit Füssen treten werden nicht immer da sein.
Ihre Grausamkeit stirbt mit ihnen, und auch ihr Hass.
Die Freiheit, die sie den Menschen genommen haben, wird ihnen dann zurückgegeben werden.
Auch wenn es Blut und Tränen kostet, für die Freiheit ist kein Opfer zu groß.

Soldaten vertraut euch nicht Barbaren an,
Unmenschen die euch verachten, und denen euer Leben nichts wert ist, ihr seid für sie nur Sklaven.
Ihr habt das zu tun, das zu glauben, das zu fühlen.
Ihr werdet gedrillt, gefüttert, wie Vieh behandelt, und seid nichts weiter als Kanonenfutter.
Ihr seid viel zu schade für diese verehrten Subjekte.
Diese Maschinenmenschen, mit Maschinenköpfen, und Maschinenherzen.
Ihr seid keine Roboter, ihr seid keine Tiere, ihr seid Menschen!

Bewahrt euch die Menschlichkeit in euren Herzen und hasst nicht,
nur wer nicht geliebt wird hasst, nur wer nicht geliebt wird.

Soldaten kämpft nicht für die Sklaverei, kämpft für die Freiheit.
Im siebzehnten Kapitel des Evangelisten Lukas steht:
Gott wohnt in jedem Menschen.
Also nicht nur in einem oder in einer Gruppe von Menschen.

Vergesst nie, Gott liegt in euch allen, und ihr als Volk habt allein die Macht.
Die Macht Kanonen zu fabrizieren, aber auch die Macht Glück zu spenden.

Ihr als Volk habt es in der Hand, dieses Leben einmalig kostbar zu machen,
es mit wunderbarem Freiheitsgeist zu durchdringen.

Daher im Namen der Demokratie: Lasst und diese Macht nutzen!
Lasst uns zusammenstehen!
Lasst uns kämpfen für eine neue Welt, für eine anständige Welt!
Die jedermann gleiche Chancen gibt, die der Jugend eine Zukunft und den Alten Sicherheit gewährt.

Versprochen haben die Unterdrücker das auch, deshalb konnten sie die Macht ergreifen.
Das war Lüge, wie überhaupt alles, was sie euch versprachen, diese Verbrecher.

Diktatoren wollen die Freiheit nur für sich, das Volk soll versklavt bleiben.
Lasst uns diese Ketten sprengen!
Lasst uns kämpfen für eine bessere Welt!
Lasst uns kämpfen für die Freiheit in der Welt,
das ist ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Nieder mit der Unterdrückung, dem Hass und der Intoleranz!
Lasst uns kämpfen für eine Welt der Sauberkeit,
in der die Vernunft siegt, in der uns Fortschritt und Wissenschaft allen zum Segen reichen.

Kameraden, im Namen der Demokratie: Dafür lasst uns streiten!

– Charlie Chaplin, Der große Diktator (1940) –

https://www.youtube.com/watch?v=YhQQcLHTc5g

Visionboard

Guten Morgen!

Hast Du schon einmal geträumt – hast Du schon einmal so intensiv an etwas geglaubt, dass es Wirklichkeit wurde?

Ja?

Unsere Gedanken, Worte und Gefühle sind kraftvoll.

Wenn ich mir etwas vorstellen kann, kann ich dem Thema Kraft und Energie schenken.

Wenn wir ein Haus bauen, beschäftigen wir uns mit dem Gerüst, mit der Zeichnung…wir geben unser Herzblut hinein – wir träumen, entwickeln und geben den  inneren Bildern Raum.

Irgendwann wird aus der Skizze Wirklichkeit und das Fundament wird gegossen.

Wenn wir einmal wissen, wohin wir möchten, was wir möchten können Gedanken zum TUN werden.

Es ist wie beim Einkaufen, wenn ich mir notiert habe was ich benötige ist es gespeichert, selbst wenn wir den Zettel auf dem Tisch liegen lassen, nicht wahr?

Zudem notieren wir uns doch, was wir möchten, nicht das, was wir nicht möchten oder brauchen..oder?

Wie wäre es denn wenn wir heute mal eine kleine Übung gemeinsam machen?

Wir nehmen uns einen Stift, ein Blatt Papier – oder tippen etwas auf unseren Bildschirm.

Und jetzt schreiben und malen wir auf, was wir uns vom Leben wünschen.

Wir schreiben auf das Blatt welchen Beruf, welche Position, welche Tätigkeit ich ausüben mag.

Schreibe eine Visitenkarte, male Dein Haus, Deine Wohnung, Dein Urlaubsziel auf.

Mit dem Gefühl – dass es schon da wäre.

Stell es Dir vor!

Gib Deinen inneren Bildern Platz und Sichtbarkeit. Genau so, genau das…

Beginne Deine Visionen zu zeichnen – beginne Dein Visionboard. Und wenn Du beruflich zweifelst – und Du Dich vielleicht momentan nicht gut fühlst, nicht wertvoll fühlst. Schreibe auf welche Talente Du hast, nicht den Beruf, den Du aktuell ausübst, sondern das was Dir am Herzen liegt, was macht Dich aus?

Welche Gaben sind da, die Du bisher nur als “Hobby” gesehen hast?

Zeichnest Du?

Berätst Du?

Organisierst Du?

Was ist Deine Kraft, was ist Deine Stärke. Was kannst Du schon alles?

Ohne Dir darüber bewusst zu sein? Schreib es auf…

Lass es fliessen, ohne Zensur, ohne Mangeldenken, ohne “ach das bringt doch nichts”.

Unsere Vorstellung bildet das Fundament – wenn ich es mir für mich vorstellen kann, dann gebe ich den Gedanken in eine Sache, wenn ich etwas fokussiere, ist es in der “Playlist” verstehst Du was ich meine?

Wenn wir es uns schon nicht zutrauen, wer sollte es denn sonst für uns tun?

Wie sollte sonst ein Buch entstehen, eine CD, ein Haus?

Wie würden wir eine Familie gründen, eine Firma, wenn wir es uns nicht vorstellen können?

Alles hat seinen Ursprung – und jeder Mensch zweifelt an sich – das ist ganz normal. Doch hier geht es um Deine Wünsche!

Wenn es peinlich ist – sind es immer noch die Augen der anderen – und willst Du deren Leben leben?

Ernsthaft???

Und Gedanken sind frei…

Mach einfach mit – mach mit…kreiere, zeichne, schreibe auf – und schau was passiert…welche Gedanken kommen, welche Impulse, welche Wege könntest Du beschreiten, gibt es jemanden, den ich anrufen könnte, jemanden, der mir einen Rat dazu gibt, einen weiteren WEg öffnet?

Schritt für Schritt…

Mach es einfach…

Dream BIG

In diesem Sinne Euch einen wunderbaren Start ins Wochenende

Und wenn ihr mögt berichtet mir Eure Erfahrungen – ich bin gespannt!

Eure Bettina

Vergebung

Vergebung

Ein Thema, welches uns immer mal wieder betrifft – jeden von uns.

Wer kennt es nicht – wir verstehen uns gut mit einem Menschen, gehen durch dick und dünn, vertrauen uns und wir haben das Gefühl, niemanden sonst könnten wir so nah sein.
Niemand sonst könnte diesen Part in unserem Leben übernehmen.
Alles ist stimmig und wundervoll…

Bis…
Ja, bis dieser eine Moment kam.
Bis wir uns missverstanden haben, bis der andere etwas Verletzendes, etwas Unüberlegtes oder auch richtig Gemeines sagte, tat oder nicht tat.

Manchmal waren es auch Dinge, die wir nicht nachvollziehen konnten, etwas ganz anders sahen – und uns somit immer mehr distanzierten.

Manchmal haben wir etwas getan, über das wir nicht stolz sind.
Manchmal kommt so eine Situation ganz unverhofft, mit einem Knall.

Erkennst Du Dich bei diesen Sätzen?

Was ist Dir damals geschehen – oder sogar gerade in diesem Moment?

Was ist passiert, dass Du Dich mit einem Menschen nicht mehr unterhalten kannst?
Was ist passiert, dass Du jeglichen Kontakt lieber vermeidest?
Was ist passiert, dass Du noch nicht einmal drüber sprechen magst?

Was ist passiert, dass sich dieser andere Mensch mit einem Male so fremd,- oder sogar gegnerisch anfühlt?

Weißt Du es wirklich?
Was ist passiert?

Gab es zu große Unterschiede?
Gab es vielleicht sogar ein Neidgefühl?
Ein Mangeldenken?

Bei dem anderen,- oder sogar bei Dir?

Manchmal können wir es gar nicht wirklich beschreiben – wir wollen es ja auch nicht!
Es ist vorbei – lange her – und überhaupt…
Er ist einfach ignorant, zu egoistisch – sie ist zu materialistisch oder einfach besser in ALLEM.
Zudem kannst Du es nicht haben, wenn andere nur schon den Namen erwähnen…

Na?
Hab ich Recht?

Nun – und VERGEBUNG wer braucht schon so etwas…

Aus den Augen , aus dem Sinn – dieser Mensch interessiert mich nicht mehr.
Ich schaue nach vorn!
Das ist vorbei!
Und es interessiert mich nicht!

WIRKLICH?

Solange wir diesen „inneren, totzigen Kind Modus“ bemerken, interessiert es uns doch..
Auch wenn wir es nicht wahrhaben möchten.

Da ist ein kleiner Stachel, der piekst.

Nun dieses Gefühl kennt glaube ich jeder von uns.
Jeder, der sich schon einmal getrennt hat, sich für eine andere Arbeitsstelle entschieden hat, der sich gestritten hat oder seine Sandkastenfreundin/freund nicht mehr grüßt, weil er anderer Meinung war…

Jeder von uns hat diesen „Arsch“engel.

Jemanden, der unbemerkt unsere Verletzungsknöpfe drückt – ob nun bewusst oder unbewusst.

Und fragst Du Dich nicht auch manchmal, wie es wäre, wenn ihr Euch noch einmal vernünftig unterhalten könntet?
Ob ihr über alte Zeiten lachen würdet?
Oder einfach mal Eure jetzige Sicht der Dinge erklären könntet?

Fragst Du Dich manchmal?

Und auch das ist normal – denn im Grunde möchten wir in unserem Herzen immer Frieden.

Unser Ego, unser fehlender Selbstwert oder einfach gesagt unsere Erfahrungen und Ängste halten uns oft ab, den lösenden Schritt zu gehen.
Und ich gebe Dir Recht, manchmal soll es wirklich so sein – manchmal haben sich Beziehungen, Freundschaften und Kontakte erfüllt.

Ich spreche hier über diese pieksenden Kontakte, über die Menschen, die uns immer wieder einholen – und wir merken, dass es noch weh tut.

Manchmal da gibt es kein „Happy End“ manchmal ist und bleibt es so.

Doch Vergebung kann man trainieren – wir können Sichtweisen verändern, wir können – meist erst nach einer bestimmten Zeit – neutral auf etwas schauen.
Aber wir können es verändern.

Ja.

Und manchmal hilft es sich zu sagen – weißt Du – es ist gut jetzt…
Das Hadern und Trotzen bringt mir nichts – außer Magenschmerzen.

Das Schöne ist – ich muss mich nicht einmal unterhalten, denn der erste Schritt liegt in mir – der erste Schritt liegt in dem Gefühl dazu.
In meinen Worten – den inneren Worten.

Auch wenn wir die Person nie mehr sehen werden, nicht sprechen werden – es ist die Absicht dort etwas zu verändern.
Ich gehe in die Vergebung – dass heißt nicht, dass ich vergesse – dass heißt nicht, dass ich es gut heiße – ich gehe in die Vergebung.

ICH lasse es gut- sein.

ICH möchte mich gut fühlen – und ich versuche zu verstehen.

Denn der erste Schritt liegt IMMER in mir selbst.
Es ist das gute Gefühl in die Tat zu gehen.. selbst etwas tun zu können.
Nicht gelähmt aus Wut, Trauer oder Verletzung zu sein.

Wenn wir beginnen mit den Augen des anderen zu sehen – kann viel passieren.
Wenn wir beginnen, die Waffen stecken zu lassen und es wirklich sein zu lassen – verändert sich etwas im Außen und Lösungen können wirken.

Und irgendetwas hat uns ja verbunden – es musste sein, dass wir uns treffen und uns gegenseitig verändern.

Denn weißt Du, es sind immer die Menschen, die wir liebten, es sind immer die Menschen, die nah dran waren, es sind immer, die Menschen, die wichtig für uns waren, die uns so haben fühlen lassen.

Kirtsen Hanser schrieb vor einigen Tagen – es beginnt nun eine Zeit, in der alte Wunden heilen können…

Wäre es nicht schön auf eine Situation entspannter schauen zu können?
Wärre es nicht schön, dort Frieden zu empfinden?

Also frag Dich wo könnte ich noch vergeben?

Und dann beginne mit “Dir”

In diesem Sinne
Eure Bettina

Zentrum für Persönlichkeitentwicklung, Entspannung und seelische Gesundheit