Warum sollte ich behaupten, unsere Arbeit sei nicht spirituell? Klar ist sie das! Und Gott sei Dank !
Was wichtig im Umgang mit Spirithemen ist, ist nicht zu hoch zu fliegen und bis zu seinem Todeszeitpunkt den Abflug zu verpassen. Ohne sich darüber bewusst zu sein, dass wir mental, geistig und seelisch sooo viel bewirken können, würden wir uns auch gar nicht trauen loszulegen, oder?
Also steht doch dazu ich habe im Laufe der Jahre so geniale spirimässig arbeitende Menschen kennengelernt, die wirklich gute und wahrhaftige Arbeit leisten.
Spiri Menschen haben Herz, sie brauchen keinen Weichspüler. Sie brauchen keine Schubladen, kein Versteck und keine Zweifel… Mach Dir bewusst, für den Skeptiker gibt es eh keine passende Antwort.
Je entspannter Du andere sein lassen kannst, umso leichter geht es (auch bei Dir) Dafür profitieren so viele Menschen, von dem was Du beiträgt und jeder ist nun mal anders.
Für die Sportfraktion gibt es den sportlichen Part, für die Philosophen ihren Kreis und wir Spiri Leute haben absolut unsere Berechtigung. Zeigt den Menschen, dass es nix Spookiges gibt, ausser der Angst vor der Angst zu Spiri zu sein in diesem Sinne – Mach es doch einfach!
Wir alle schätzen Menschen, die ehrlich sind, richtig?
Wenn uns jemand fragt, wie ein Partner, eine Freundin, ein
Geschäftspartner sein darf, was wir uns von einer Verbindung, Beziehung
wünschen, was antworten wir dann?
Wir wünschen uns Loyalität, Ehrlichkeit, Treue, Vertrauen
und Freundlichkeit.
Ja natürlich wirst Du sagen, das sind Aspekte, die ich
wichtig finde…
Nun, wie ist die Realität.
Begleitet uns im Alltag Ehrlichkeit, Loyalität und Klarheit?
Oder finden wir es doch besser, wenn um den heißen Brei
gesprochen wird.
Wenn wir nicht alles schonungslos auf dem Tablett serviert
bekommen.
Wie sind Deine Gedanken dazu?
Ich bin mir da manchmal nicht sicher.
Ehrlichkeit bietet viele Vorteile, wir wissen wo der Hase
langläuft, wir erfahren sofort worum es geht.
Wir hören klare Sätze, klare Denkweisen, wir erkennen sofort
– ah- so tickt er oder sie.
Ehrlichkeit
Bist Du absolut ehrlich?
Ja natürlich wirst Du denken.
Meine ich jedenfalls…
Umgangssprachlich nutzen wir oft einen wichtigen Satz:
Also, JETZT mal ehrlich.
Mal ganz ehrlich…
Mal???
Heißt –
sonst bin ich es nicht?
Also sonst nutze ich Umschreibungen?
Wenn wir diesen Satz nutzen regen wir uns meistens über
etwas auf, oder?
Jetzt mal ehrlich – also gemocht habe ich die oder den eh
nicht.
Wenn Situationen sich ergeben, wenn Menschen sich trennen,
wenn wir ein Problem mit jemandem haben – kommen unsere tiefsten Gedanken
heraus.
Also jetzt mal ehrlich.
Oft gehört – nicht wahr?
Also ganz ehrlich…
Bedeutet – sonst trage ich ein Grinsen auf meinen Lippen und
der wahre Gedanke liegt dahinter, sonst ziehe ich meine Maske auf, verschönere
Worte und spreche manches nicht aus.
Ja – das machen wir Menschen gelegentlich – ich auch.
Und Du ebenfalls.
Nun im Laufe der Jahre schätze ich Ehrlichkeit mir gegenüber
immer mehr.
Und auch ich übe mich darin offen auszusprechen, was ist.
Nun, mir als Harmoniejunkie, fällt es oft schwer, in
Entscheidungssituationen absolut ehrlich zu sein.
Doch durch meine Arbeit, stelle ich fest, dass es mir besser geht, Zweifeln zu äußern, mir Hilfe zu holen und nicht erst, wenn es hart auf hart kommt Stellung zu beziehen.
Ja – es ist nicht einfach gegen den Strom zu schwimmen.
Und-
Ehrlich zu sein, bedeutet auch hin und wieder Sturm auszuhalten.
Wenn wir ehrlich sind, riskieren wir Nachfragen, wir riskieren
Unmut und auch Tränen.
Unbequem wird es, wenn Dein Gegenüber wahre Worte nicht
vertragen kann.
Wenn Sätze falsch verstanden werden, oder direkt der eigene
Mangel durch eine neutrale aber ehrliche Meinung angetriggert wird.
Abweisung, Absagen oder die Erkenntnis, wenn jemand anderes
gewählt wird. Wenn wir uns umentscheiden – warum auch immer.
Manchmal ist es ein flaues Gefühl, welches wir nicht
beschreiben können, manchmal ist der Drang so groß aus einem bestimmten Kreis
auszusteigen.
Wir achten auf Kleinigkeiten, auf Sätze, auf
Begleiterscheinungen im Umgang – und stehen zu unseren wahr-genommenen
Gefühlen.
Nein – so fühlt es sich nicht gut an – so fühle ich mich
nicht (mehr) wohl, irgendetwas hält mich ab.
Dass aber so eine Ehrlichkeit nicht negativ, sondern nur
bezogen auf das eigene Gefühl stattfindet, vergessen viele.
Beleidigte Leberwürste (auch darin bin ich gut) schwelgen
dann im Selbstmitleid, bestätigt ist wieder unser „blödes Gefühl „zu mir
selbst.
Ja, wir wissen um Resonanz…ja…bla…bla denkst Du dann…wenn
ich mich selbst nicht liebe kann mich kein anderer lieben…jaaaa sei offen, sei
frei, dann ist der Weg nicht der Richtige usw.
Vom Verstand wissen wir, wie die spirituelle Energie und
Praxis wirkt…
Und wir wissen auch, dass sich vieles erst in der späteren
Zukunft zeigt, dass es sich zur richtigen Zeit in Luft auflöst…und dann kommt
die Erkenntnis, warum, weshalb, wieso Dinge geschehen mussten.
Sehr sensible Menschen können sehr schwer damit umgehen und
es verletzt sie zutiefst, wenn sich jemand abwendet.
Oftmals ein immer wiederkehrendes Muster.
Verlustangst, Selbstwert, Selbstliebe…und je verkrampfter
wir damit arbeiten wollen, umso schwerer wird es einfach.
Weil halt der Fokus nur noch darauf liegt.
Und dann kommt auch noch der nächste der wieder einmal den
Hammer der Abweisung, der Kritik, und meiner „eh schon bekannten“ Verletzungen
herausholt.
Ehrlichkeit oder Lüge?
Was ist besser?
Wie ist es so mit der Ehrlichkeit?
Studien belegen, dass wir Menschen mehrmals am Tag lügen, die
Jüngere sogar mehr als die ältere Generation.
Dabei sind es die Männer, die prozentual öfter in die
Lügenkiste greifen.
Warum also lügen wir?
Notlügen, Lügen aus Bequemlichkeit, aus der Not heraus?
Aus Mustern heraus?
Manche Lügen nutzen wir sogar täglich – das glaubst Du
nicht?
Wenn wir so die letzten Tage Revue passieren lassen,
erkennen wir sicherlich eine Situation, die auch ehrlicher beantwortet hätte
werden können. Oder?
Und im Gegenzug dabei können wir uns direkt an eine Situation erinnern, dass wir bei Aussagen einer Tat einer Person, schon von weitem riechen konnten, dass etwas faul war.
Dass etwas verschwiegen wurde, etwas weggelassen wurde oder
schlicht und ergreifend, nicht die Wahrheit gesagt wurde.
Und dieser Moment fühlte sich nicht gut an, oder?
Manchmal hätten wir es besser gefunden, wenn jemand offen
und ehrlich sagt, was nicht stimmig für ihn ist.
Manchmal wäre es leichter gewesen, schneller und nach dem
ganzen ungutem Gefühl nicht so schmerzhaft.
Ja das sind zwei Aspekte der Wahrnehmung, eine dritte
besteht darin, hinter einer Ehrlichkeit zu erkennen, womit ich mir vielleicht
schon länger etwas vormache.
Manchmal hilft eine ehrliche Aussage, hilft eine aufrichtige
und ehrliche Handlung dabei – ja – auch mal schonungslos reflektiert zu werden.
Ehrlichkeit hilft uns dabei, ab und an den Spiegel
herauszuholen.
Denn – Dahinter verbergen sich oft große Chancen.
Nach dem ersten ent-rüstet sein, (sprich die Rüstung abgelegt
zu haben) weil es gar nicht mehr anders geht… mal zu schauen…hat derjenige
vielleicht sogar recht?
Hätte ich, wenn ich den Fokus anders setze, vielleicht auch
dieselbe Wahrnehmung?
Den gleichen Zweifel, das gleiche Argument?
Gibt es da etwas, wo ich mich selbst immer wieder gerne
belüge?
Mich selbst eben nicht neutral einschätze?
Also überprüfe doch mal als Experiment für die nächsten
Tage:
Wo kann ich ehrlich(er) sein?
Wo würde ich mich über mehr Ehrlichkeit freuen?
Wo kann ich manche Ehrlichkeit nicht ertragen?
Ein sehr wichtiges und klärendes Thema, wie ich finde…
So schau Dich ruhig an – WO bin ich absolut ehrlich?
WO darf ich etwas tun?
wo begegnet mir offene Ehrlichkeit oder auch nicht?
Menschen lügen – ja – manche Menschen sind wahrhaftig und ehrlich, weil sie es gelernt haben, oder weil es in ihrem Naturell liegt.
Die Frage dabei ist – was macht es mit Dir?
Was lernst Du daraus?
Schau es Dir an – nicht aus Mitleid mit Dir selbst, sondern als Expedition.
Menschen tun so etwas – und Du kannst es für Dich verändern, Du fühlst und erkennst – so will ich mit Menschen nicht umgehen, so ist das nicht in Ordnung…und dann
Dann nimm es nicht so schwer…nimm es als Chance, Dir selbst gegenüber und vor allem anderen gegenüber.
Nutze ruhig Sätze wie, wow, da hab ich mir einen Bären
aufbinden lassen, hey ja bin ich echt drauf reingefallen, oder auch – ja ich
war blind wie ein Fisch…aber jetzt steh ich auf und räum das Aquarium auf.
Hey, ja das tut sauweh…das ist so…so jetzt lecke ich meine Wunden und mach weiter, Steine emporklettern und Aussicht genießen.
Wieder was gelernt – und soll ich Dir etwas sagen? Richtig fette “Misthaufen” kommen gerade in den feinsten Familien vor.
In den größten Gebäuden mit sauberen Westen.
Mache Dir klar:
Jede „ent“ Rüstung zeigt Dein Herz, zeigt Deine Seele – manchmal
lebt es sich mit offener Rüstung besser…authentischer…wir zeigen, dass wir
Menschen sind.
Verletzbar, fühlend und real.
Also Ehrlichkeit hat schon was – vor allen Dingen ganz viel
Potenzial…
Nach Seminaren, Workshops oder Aufstellungen finden oftmals
wichtige und spannende Dinge statt.
Es kommt vor, dass wir genau mit unserem Thema konfrontiert
werden, welches wir bearbeitet haben.
Es kann sein, dass wir Situationen, Menschen, Verbindungen
mit einem Male anders sehen, klarer sehen.
Manchmal ist es ein Gefühl, welches sich verändert, etwas,
was mich vorher auf die Palme gebracht hat, ärgert mich nicht mehr – oder genau
das Gegenteil tritt ein.
Man spricht dabei von Regelungen.
Die Energie folgt der Aufmerksamkeit, wir sind sensibel für
das Leben und spannende Kontakte entstehen.
So kann es sein, dass Dir unverhofft Menschen begegnen, die
Du jahrelang nicht gesehen hast.
Es kann sein, dass Du auf etwas aufmerksam wirst, was für
Dich vorher überhaupt nicht interessant war.
Oder Du von einer Kleinigkeit so „angepiekst“ bist, dass es
für Dich endlich angesprochen werden will.
Innerhalb der ersten Wochen zeigen sich Themen, die weitere Zwiebelschalen unseres Seelenkostüms abpellen – und das ist gut so.
Ich persönlich bin noch mitten im Klostergefühl.
Verändernd, befreiend und mit wunderbaren neuen Impulsen.
Also – immer schön langsam mit den Pferden, denn auch ich
nehme jedes Mal eine Veränderung mit.
Wie geht es Euch gerade beim vollen Mond?
Alles roger?
Oder drängt etwas an die Oberfläche?
Ganz gleich, was es auch ist – schau hin, bleib neugierig,
unser Leben hat uns sooo viel zu erzählen…
In diesem Sinne fühlt Euch umarmt und bis bald.
Eure Bettina
Zentrum für Persönlichkeitentwicklung, Entspannung und seelische Gesundheit
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