Archiv der Kategorie: Bettina Tepasse

Don´t set yourself on fire to keep other people warm…

Don´t set yourself on fire to keep other people warm.

Diesen wertvollen Satz las ich gerade bei Instagram und ich finde ihn sehr ausdrucksstark.

Ich glaube fast jeder von uns hat einmal so eine Situation gehabt, in der wir uns für jemand anderen so richtig eingesetzt haben.

Sei es aus Freundschaft, aus Liebe, aus Mitgefühl, aus der Erziehung oder der Nächstenliebe heraus.

Fast jeder von uns hatte dann das Gefühl, den anderen unterstützen zu wollen, mitziehen zu wollen, helfen zu wollen.

Vielleicht wurdest Du um Hilfe gebeten, vielleicht hast Du von Dir aus geholfen und ja, vielleicht hast Du sogar ungefragt geholfen.

Vielleicht gab es einen Punkt, der für beide Seiten wertvoll war und notwendig und mit Sicherheit folgte daraus auch Dankbarkeit.

Denn – Nicht für jeden von uns ist es einfach, Hilfe anzunehmen.

Ja und vielleicht – nein – mit Sicherheit – war dies ein wichtiger Schritt für Euch beide.

Wir sind soziale Wesen und brauchen einander.

Doch die Kunst darin besteht, zu bemerken, wann es gut ist.

Wenn Grenzen nicht eingehalten werden – von beiden Seiten wohlgemerkt, entsteht oftmals ein ungutes Gefühl.

Wenn wir nicht rechtzeitig loslassen, nehmen wir dem anderen, die Freiheit Erlerntes umzusetzen.

Wir nehmen ihm die Möglichkeit zu fliegen, selbst zu laufen und die Bestätigung der eigenen Kraft zu spüren.

Wenn wir zu lange festhalten – kann es sein, dass ein unguter Bruch entsteht.

Sei es aus Neid, aus Verletztheit, aus Mangelgefühlen.

Oder, derjenige fühlt sich überfordert, bemuttert und letzten Endes bevormundet.

Wenn wir nicht rechtzeitig loslassen – kann es komisch werden und unangenehm.

Wir, die helfen möchten, haben eine Art Verstrickung, einen Anker ausgeworfen.

Ja, wir haben geholfen und das war gut – doch – so wie wir auch unsere Kinder loslassen dürfen, sollten wir es auch mit Menschen tun, die kurzfristig unsere Hilfe benötigten.

Nicht immer müssen wir uns vergewissern, überprüfen, daran hängen…

Wir sollten nicht ungefragt nachlegen, anbieten, überstülpen.

Und auch wir, die Hilfe angenommen haben, sollten dann auch zu dem Zeitpunkt, an dem wir wieder stehen, loslassen können.

Wir dürfen uns trauen, wieder aufzustehen, ja und dankbar dafür sein, dass wir niemals fallen werden, da wir wissen, wenn es nicht mehr gehen sollte – ist jemand da.

Verstehe mich nicht falsch – wir helfen einander und das aus vollem Herzen.

Doch achte dabei auf Dich.

Wenn wir den Bereich überschreiten, beginnen wir irgendwann das innere Feuerholz zu verbrennen, die Reserven – und wir tun dies aus Liebe, aus Wertschätzung und aus voller Seele.

Und wenn wir dies tun, bemerken wir oft nicht, dass wir unsere Kraft gerade verschenken.

Wir bemerken es erst – wenn die Abkühlung folgt, wenn die Grenzen überschritten wurden, auch von uns selbst. Wenn das Schicksal oder der Lebensplan uns dann zeigt, dass es nun gut ist.

Und in den seltensten Fällen fühlt es sich dann noch gut an.

Das Leben strebt nach Ausgleich, nach Harmonie.

Mal sind wir stark und dann auch schwach -unser Ziel sollte die Mitte sein.

In diesem Sinne, wünsche ich euch ein wunderbares Wochenende.

Eure Bettina

Empathie

Gerade unterhielt ich mich noch eine Weile mit meiner schwangeren Kundin, die zur Massage bei mir war.

Unser Thema – natürlich die Geburt, der Umgang mit den Dingen und Situationen, die uns dort begegnen.

Wir unterhielten uns über die großen Geschwister, wie sie die Zeit erleben, wie ihr erster Start ins Leben war.

Das sind Themen, die Schwangere, die Mütter und Frauen mit Familie beschäftigen.

Ja, wenn eine Familie wächst, sind unsere Gedanken natürlich auch bei all den anderen Familienmitgliedern.

Neben unserem Leben finden nebenbei ganz viele Prozesse statt.

Und je größer die Kids werden, umso größer die Familie wird, umso mehr Themen begegnen uns.

Gesundheitsthemen, Kindergarten, Erziehung – dann der erste Liebeskummer.

Freundinnen, Nachbarn, Bekannte und Themen rund um die Welt.

Schicksalsschläge, Streitigkeiten und Freudentränen.

Ja das ist Leben.

Wir haben einen Haushalt, eine Wohnung, vielleicht ein Haus, wir haben unseren Job, unsere Eltern, unsere Großeltern.

Wir haben Träume, Verpflichtungen, Probleme, Sorgen und Kummer…

Jeder auf seine Weise.

Ja – und auch wenn wir vielleicht alleine leben, Single sind, oder als junges oder auch reifes Paar zusammenleben.

Jeder hat seine persönliche „Sorgenkiste“.

Vielleicht wiegen die Themen anders…vielleicht dreht es sich bei dem einen mehr um das Auskommen, um den Job, um das Liebesleben.

Vielleicht dreht es sich um die Entwicklung, den persönlichen Prozess jedes einzelnen.

Doch eines ist gleich – wir alle fühlen.

Wir alle erleben und fühlen unseren Moment.

Und wie oft machen wir uns eigentlich Gedanken darüber, wie sich gerade jemand anderer fühlt?

Machst Du Dir regelmäßig Gedanken darüber, was Dein Verhalten beim anderen auslöst?

Sind wir eigentlich in der Lage uns in andere Seelen hinein zu versetzen?

Können wir Mütter uns z.B.in jemanden hinein versetzen, der zurzeit alleine ist – ohne Kinder?

Ohne Partner?

Ja, wir waren auch einmal Single – doch das ist vielleicht etwas länger her.

Können wir nachempfinden, wie sich jemand fühlt, der alleine ist?

Und auf der anderen Seite:

Können sich Singles wirklich vorstellen, was es bedeutet Vater zu sein, Mutter zu sein?

Können wir uns als Heterosexueller vorstellen, homosexuell zu sein – und was es bedeutet dort ganz frei seine Gefühle leben zu können?

Sind wir in der Lage uns in einen Menschen hinein zu versetzen, der missbraucht wurde, der vor dem Krieg flüchten musste?

Können wir uns in unsere Großeltern, oder auch Eltern hineinversetzen, die den Krieg noch am eigenen Leib erfahren haben?

Wir können versuchen uns in jemanden hinein zu denken-aber ich mag behaupten, dass uns wirklich, – wirklich erst die Menschen verstehen, die Ähnliches erlebt haben.

Wir fühlen uns verstanden, weil jemand weiß wie es sich anfühlt, wir fühlen uns sicher, weil unser Gegenüber genau das Gleiche erlebt hat.

Wir fühlen uns verstanden. Ohne Worte, ohne Erklärung – einfach so…

Natürlich sind wir alle Unikate – und Gott sei Dank ist das so.

Wir Menschen sind verschieden, jeder für sich, mit seinen Prägungen und Gedanken.

Und doch möchten wir auch vom anderen verstanden werden, oder?

Oder wenigstens ein wenig Offenheit erfahren, für das was mich beschäftigt.

Für das, was uns manchmal auch Fehler machen lässt.

Für das, was uns manchmal bis zum heutigen Tag verwundbar macht.

Vielleicht magst Du gemeinsam mit mir in den kommenden Tagen ein Experiment ausprobieren.

Wenn Dir in den nächsten Tagen jemand begegnet, der Dir absolut anders erscheint, unterhalte Dich mit ihm.

Betrachte Dein gegenüber, frag Dich, wie es ihm, oder ihr gerade geht.

Kein großes Interview oder Stalking Deluxe 😉

Achte auf Kleinigkeiten, auf Gesten, auf Ausdrücke – und nimm Dir einen Augenblick Zeit.

Versuche so viele Eindrücke wie möglich zu erhalten.

Frage Dich, wie würde es mir in diesem Moment gehen. Wie mag es meinem Gegenüber in Situation XY gegangen sein?

Frag Dich, was hat er oder sie erlebt?

Wie würde es mir mit diesen Erlebnissen gehen?

Weißt Du Empathie hilft…

Es hilft Dir – und dem anderen.

In diesem Sinne Euch eine wunderbare Vorweihnachtszeit.

Eure Bettina

E Ala E – wach auf – lebe das Leben

Guten Morgen – E Ala E – wache auf – lebe das Leben  heute mit kleinen Impressionen von unserem Heilweisen Seminar am Samstag. So sieht es z.B. aus, wenn wir uns unsere verdiente Pause gönnen 😉


Ein spannender und schöner Tag. Eines bemerken wir immer wieder…die Gruppen finden sich, so wie wir uns ergänzen, so wie wir voneinander lernen und gemeinsam wachsen können. Gemeinsam lernen, üben,das innere Licht entzünden und den Weg der Heilung gehen. Walk in the way with beauty …

https://www.youtube.com/watch?v=V9J8QNlO7kE&fbclid=IwAR2NzM4CSs8tJsJ-h7sXv08YiTtrn52f-3pvy_VZRKkCvkAUzqJtwatphNo

das Leben ist ein Süßwarenladen

“Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: wo kämen wir hin? und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.”

Ich liebe neue Impulse – und ich habe gelernt, daß das was mir begegnet IMMER einen Teil in mir anspricht.

Das kann Kritik sein, ein Lob, ein Vorwurf und eine neue Begegnung.

All das sind Hinweise und Gabelungen auf meinen Weg.

So – kann ich einmal ganz offen sein, für das, was ich noch nicht ausprobiert habe…denn getreu dem Motto; Was ich nicht kenne – esse ich nicht, kommen wir irgendwie nicht wirklich über den Tellerrand hinaus, oder?

Wenn wir neugierig, offen und unvoreingenommen auf Themen und Menschen zugehen bleibt unser Leben spannend.

Wenn wir immer nur diejenigen sind, die reden, erfahren wir nichts Neues.

Immer dann, wenn es einen Impuls von außen gibt – freue Dich!

Mach einen Schritt darauf zu, höre zu – und dann entscheide, ob es etwas für Dich ist.

Manchmal tut es gut, etwas anders zu machen, Varianten zu erleben und ja, ok auch Reinfälle mit abzuhaken – so — shit happens…und schlimmstenfalls wird es eine Erfahrung.

Trau Dich, falls Dir aktuell etwas Neues begegnet, jemand Neues begegnet, bleib offen, interessiert, führe ein Gespräch oder probiere etwas aus.

Das Leben ist ein Süßwarenladen…erkunde es!

Adomos sagte einst:

Nur wenn das, was ist, veränderbar ist, ist das was ist, nicht alles gewesen

Vielleicht entsteht ein neuer Weg – wer weiß?