Knoten

Kennst Du das?

Du hast ein Thema, von dem Du spürst, dass etwas im Argen ist.

Du hast eine Begegnung, einen Kontakt, ein Projekt und Du spürst- irgendetwas ist da nicht in Ordnung.

Du kannst es nicht greifen und egal wie Du es wendest, es scheint sich nicht zu zeigen, es lässt sich nichts bewegen und gefühlt nimmt es einen Knoten im Brustbereich ein.

Du nutzt Brechstangen, läufst um die Baustelle herum, beleuchtest hier und da und kontrollierst.

Du kontrollierst, suchst den Anfang und das Ende und wirklich helfen will so nix.

Körperlich spürst Du, wie es sich wandelt.

Ein leichtes Druckgefühl, ein Unwohlsein und egal, wie Du darauf schaust, es gräbt sich immer tiefer in Dich hinein.

Irgendwann sendest Du vielleicht ein Stoßgebet gen Himmel und bittest um eine gute und womöglich leichte Lösung.

Irgendwas und irgendwer wird helfen.

Und überhaupt…

Jetzt ist es Dir egal – denn – schlimmer geht nimmer…

Soll es doch laufen wie es laufen mag.

Und dann – dann lässt Du los.

Und dann sprichst Du von etwas anderem, unterhälst Dich, tauscht Dich aus, lenkst Dich ab.

Du lebst Dein Leben und erledigst das, was kommt.

Du bist einfach da.

Und mit einem Male löst sich der Knoten, mit einem Male geht es voran, kommt Bewegung hinein – vielleicht anders, vielleicht auf Umwegen – aber die Lösung macht sich auf den Weg.

So –ihr könnt machen was ihr wollt – ich lasse los und erwarte was kommen mag…

Ich verabschiede was gehen will, ich beachte was bleiben will und begrüße was kommen will

Manchmal ist es leichter als gedacht.

Der Himmel fügt.

Ein Elefant für Dich

EIN ELEFANT FÜR DICH

Ich seh uns beide, du bist längst zu schwer
Für meine Arme, aber ich geb dich nicht her
Ich weiß, deine Monster sind genau wie meine
und mit denen bleibt man besser nicht alleine
Ich weiß, ich weiß, ich weiß und frage nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich

Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich
Ich trag dich Meilen weiter
Übers Land
Und ich

trag dich so weit wie ich kann
Ich trag dich so weit wie ich kann
Und am Ende des Wegs, wenn ich muss
trage ich dich
trag ich dich über den Fluss

Einer der nicht sollte, weint am Telefon
Und eine die nicht wollte, weint und weiß es schon
Deine Beine tragen dich nicht wie sie sollten
So oft gehen die, die noch nicht weg gehen wollten
Ich weiß, ich weiß und ich ertrag es nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich

Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich

Klangschaleneltern…oder was?

Spirituell zu sein hat nichts mit rosa Wolken und Engelsgesang zu tun…

Vor einiger Zeit schrieb ich einen ähnlichen Artikel.

Es ist schon ein paar Jahre her, da erzählte uns unsere Tochter, dass die Eltern einer Freundin uns als „Klangschaleneltern“ bezeichneten.

Ich musste schmunzeln – und das bis heute…Klangschaleneltern 😀 sehr cool

Gerne nutze ich dieses Beispiel in unseren Seminaren.

Wir verstehen uns gut mit der Familie, alles ist gut

Dennoch zeigen solche Begriffe sehr deutlich, dass man sich in diesem Bereich einfach noch kein eigenes Bild gemacht hat.

Nicht jeder mag diesen Weg, absolut ok.

Sicherlich gibt es viele „Abgedrehte“ in diesem Bereich – außer Frage –

Und alle, die uns kennengelernt haben, wissen, WIE bodenständig wir arbeiten.

Wir leben ganz normal als Familie mit Höhen und Tiefen, ich gehe tanzen, wir trinken ab und an ein Glas Wein und wir fluchen…YESSS.

Wir laufen nicht in weißen Gewändern herum, singen Mantren oder tönen OM.

Süßes Gesäusel über Licht und Liebe aus dem Universum schrecken uns eher ab.

Und wie ein wichtiger Ausbilder damals schon sagte, was nützt es Dir, oben in den Sphären zu schweben und selbst den Todeszeitpunkt zu verpassen, weil Du nie wirklich Bodenhaftung hattest und den Flug nach Hause verpasst.

Was Viele nicht wissen, ist, dass wir bewusster leben, wenn wir uns dem Energiebereich widmen.

Wir spüren mehr, hören mehr, sehen mehr.

Und das Schöne ist, jeder kann sich in dieser Form weiter entwickeln.

Das ist kein Mumpitz.

Wir haben durch die Arbeit, die wir heute anbieten unsere eigenen Baustellen wunderbar bearbeiten können.

Ein eigener Tiefpunkt in unserem Leben sorgte dafür, dass wir uns auf den Weg machten.

Das Gute daran: Dieses Tief bot einen ganz neuen Weg. und rückblickend betrachtet war es das Beste, was passieren konnte, denn heute bieten wir Menschen einen Ort, sich selbst zu begegnen.

Nicht jede Krankheit, nicht jedes emotionale Tief muss uns so herunterziehen.

Alternative Heilweisen können zur Ursache einer Situation führen.

Es gibt Werkzeuge, die tiefenpsychologisch im Energiefeld arbeiten.

Aufstellungsarbeit, Systemische Arbeit, mentale Seelenreisen.

Energieanwendung helfen zusätzlich in Erschöpfungsphasen.

In Kombination mit Deinem behandelnden Arzt, Therapeuten oder Heilpraktiker bietet die Seelenarbeit eine tolle Ergänzung.

Und nicht nur das.

Was dabei oftmals passiert, ist, dass wir offener werden, vielleicht einen anderen Blick erhalten.

Ein weiterer Punkt ist der, dass wir schnell bemerken, was uns gut tut, wer uns gut tut.

Es werden Dinge anders wahrgenommen und ebenso auch ausgesprochen.

Das ist sicherlich für manche Menschen ein Problem und sie fühlen sich unwohl.

Doch es bringt uns unserem wahren Kern – immer ein Stückchen näher.

Daher lass ich den „Klangschalentitel“ gerne so stehen und schmunzele dabei.

Wer weiß, vielleicht erstelle ich nochmal eine schöne Postkarte mit diesem Titel, das wäre doch was, nicht wahr?

In diesem Sinne, euch eine schöne Restwoche

Eure Bettina

Wegschauen ist keine Lösung

Wenn jemand etwas Unrechtes tut – muss ich dann tatenlos zusehen?
Muss ich dann schön die Klappe halten?
Wenn ich erkenne, dass jemand einen Fehler macht, etwas tut, was andere beschämt, ärgert, & stört.
Wenn ich erkenne, dass eine Handlung, die womöglich sogar wiederkehrt, so nicht in Ordnung ist und ich durch die gemeinsame Verbindung ein schlechtes Gefühl dazu bekomme?

Heute Morgen sah ich den Fernsehbericht über den Vorfall, bei dem ein Mensch in eine feiernde Karnevalsmenge fuhr – und somit unzählige Leben aufs Spiel setzte.
Ich sah ein Interview, bei dem eine 16 Jährige davon erzählte, wie sie todesmutig in das Auto sprang, mit dem Fahrer kämpfte, versuchte den Schlüssel abzuziehen, um nicht noch mehre Menschenleben aufs Spiel zu setzen.
Sie kämpfte, bis ihr mehrere Erwachsene zur Hilfe eilten. – ohne daran zu denken, ob der Täter womöglich eine Pistole dabei hatte.
Rückblickend betrachtet, ganz schön gefährlich.

Dennoch –

Das hat mir imponiert.
Das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist Farbe zu bekennen, Flagge zu zeigen, in die Tat zu kommen, wenn wir erkennen, dass etwas Unrechtes passiert.

Einer PISA-Studie der OECD aus dem Jahr 2017 zufolge ist in Deutschland jede*r sechste Schüler*in im Alter von 15 Jahren von Mobbing betroffen.

Doppelt so viele Jugendliche haben Angst vor Gewalt, Mobbing oder Ausgrenzung in der Klasse und auf dem Schulhof oder fürchten sich auf dem Schulweg davor, in unangenehme Situationen zu geraten und Gefahren ausgesetzt zu sein, so eine Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Täglich werden Mitschüler ausgegrenzt, beleidigt, verhöhnt und bewusst gegeneinander ausgespielt.
Mangelndes Selbstwertgefühl, Neid, mangelnder Halt und seltene Kommunikation im Elternhaus begünstigen diese Themen.

Umso wichtiger ist es, Fakten anzusprechen, Anlaufpunkte zu bieten und dass wir als Eltern erste Anzeichen nutzen, um „Spielchen“ dieser Art aufzudecken.

Es ist wichtig unsere Kinder darin zu stärken zu sich zu stehen, auch wenn man vielleicht nur für einen kurzen Moment alleine steht.

Es ist wichtig, Werte für das Miteinander aufrecht zu halten, Achtsamkeit im Umgang zu trainieren.

Gerade in der heutigen Zeit, wo Kommunikation in den meisten Fällen nur noch übers Netz funktioniert, ist es wichtig Gespräche 1:1 zu führen.
Empathiewissen zu vermitteln und sofortiges Handeln, sobald Anzeichen einer Ausgrenzung spürbar sind.

Die Handlung dieses Mädchens hat Menschenleben gerettet.
Eine offene Haltung kann Vieles verhindern.

Stärkt Eure Kinder, bleibt in der Kommunikation, sucht Euch Hilfe, wenn es ein Thema bei Euch gibt.

Wegschauen ist keine Lösung.

No dramarama, Baby…

No dramarama, Baby

Kennst Du sie?
Die Menschen, die Dir so auf den Keks gehen?
Die Menschen, die Deine persönlichen Knöpfe drücken?
Menschen, die uns mit ihrer Anwesenheit schon auf die Palme bringen?

Was genau triggert Dich dort?
Was genau nervt Dich, ärgert Dich?

Ist es Deins?
Erinnert es Dich an etwas?
Oder ist es seins/ihres?

Müssen wir auf jedes Drama eingehen?

Im ersten Moment würden wir gerne, nicht wahr?
Im ersten Moment wollen auch wir unsere Sandschippe herausholen und sie/ oder ihn mit Sand bewerfen – die Zunge rausstrecken und es dieser Person genau so zurückgeben.

Bähhhhh!

Du spinnst wohl….
Ich trete zurück, ich ziehe Dir an den Haaren…

Du hast aber, Du bist angefangen, er wars, er wars…sie wars, sie wars…
Erinnert ein wenig an Life of Brian, nicht wahr?

Weisst Du, oft hilft es einen Schritt aus dieser Situation heraus zu gehen.
Oft hilft es, sich diese Situation überspitzt anzusehen, bzw, vorzustellen.
Nimm diese Person und lasse sie innerlich zu einem kleinen Kind werden – ja, bewaffnet mit Förmchen, Sandschippe und Lolli.

Und dann schau, welcher Mangel dort wirkt.

Hat diese Person genug?
Hat diese Person Freude?
Hat diese Person Halt?

Und schon erkennst Du den wahren Part in ihr, in ihm, der dort wirkt.

Wir alle sind verletzte Kinder.
Jeder auf eine andere Weise.

Manchmal treffen wir auf Menschen, die uns mit ihrem Verhalten spiegeln, manchmal tun sie uns weh, das ist wahr, aber manchmal lehren sie uns einiges und wir erkennen, dass wir nicht auf jedes angestrebte Drama eingehen müssen.

Wir haben die Wahl.

Gehen wir in den „Kampf“ um das Recht – um den Lolli, oder erheben wir uns auf die Erwachsenenebene, die genau darum weiß, dass mein inneres Kind, sich heute noch alles nehmen darf.
Dass ich immer noch schaukeln darf, Quatsch machen darf, Kaugummi kauen darf.
Denn ich habe erkannt, dass ich heile, wenn ich hinsehe – immer wieder – und so immer ein Stück mehr Ganzheit erfahre.

Nein – meine Liebe – mein Lieber – ich muss keine Schippe rausholen.
Ich sehe Dich.
Und lasse es dort, wo es ist.

DANKE

Bettina Tepasse

Zentrum für Persönlichkeitentwicklung, Entspannung und seelische Gesundheit